Aktualisiert 08.09.2009 19:36

«Blueprint 3 »Jay Z: Weder innovativ noch Old School

Eigentlich wollte Rapmogul Jay-Z mit «The Blueprint 3» zurück zu seinen Wurzeln.Dies gelingt ihm aber nur bedingt; dem Album fehlt eine klare Linie.

von
David Cappellini

Für den letzten Teil seiner «Blueprint»-Trilogie, die am Freitag erscheint, hat Big Hova einiges verändert: Er kaufte sich aus seinem Def-Jam-Vertrag raus, arbeitete erstmals seit zehn Jahren nicht mehr mit Hausproduzent Just Blaze und nahm Gattin Beyoncé gar nicht erst in die Featuring-Liste auf. Grund: Jigga wollte sich an seinen Rap-Wurzeln orientieren. Dies gelingt ihm aber nur vereinzelt – auch nach mehrmaligem Durchhören ist «The Blueprint 3» weder Fisch noch Vogel.

Die Ursachen könnten darin liegen, dass Timbaland oder Kanye West als Produzenten nicht wirklich zu einem OldSchool-Plan passen.Vereinzelte Songs wie der elektronisch angehauchte Opener «What We Talkin About» oder die melodiöse New-York-Hommage «Empire State of Mind» überzeugen zwar, alles in allem fehlt aber auch die Jay-Z-typische Innovation. Vielleicht ist er schon zu sehr Popstar, vielleicht ist die Durchzogenheit aber auch damit zu erklären, dass er bereits am nächsten Album arbeitet – gemäss Jay-Z «dem experimentellsten, das ich je gemacht habe».

Kid Cudi: Debüt

Für alle Rap-Fans, die mit Jay-Z nicht viel anfangen können, erscheint am gleichen Tag eine starke Alternative: Shootingstar Kid Cudi releast übermorgen sein Debüt «Man on the Moon» und begeistert damit schon jetzt die US-Musikmagazine. Kein Wunder, denn der Mann aus Cleveland hat mit «Day'n'Night» und «Make Her Say» schon im Vorfeld gewaltig von sich hören lassen; und beweist sich nun auch auf dem Album als ernstzunehmender Newcomer.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.