Aktualisiert 03.08.2006 21:51

Je berühmter, desto derber: Die Tabubrüche der Promis

Das Verhöhnen von Minderheiten ist im Showbiz häufig. Während Mel Gibson betrunken gegen Juden hetzte, werden Tabubrüche meist gezielt eingesetzt, um Kasse zu machen. Eminem und Robbie Williams sind nur zwei Beispiele dafür.

Der Schauspieler Mel Gibson sorgte in den USA für einen regelrechten Skandal. Er beschimpfte jüngst einen Polizisten als «Drecksjude». Der Ausrutscher hat einen Grund: Gibson war sturzbetrunken. Viel öfters aber werden solche Aussagen unter der Gürtellinie gezielt eingesetzt, um zu schockieren. Die Punkband Sex Pistols beispielsweise trug in den 70er-Jahren Shirts mit Hakenkreuzen, und David Bowie machte gar mal den Hitlergruss. «Das war klar eine Marketingmasche. Provokationen können die Karriere stark ankurbeln», weiss Reto Pfändler von der PR-Agentur Freicom.

Öffentliche Beschimpfungen gewöhnt sind sich auch die Homosexuellen. Eminem flucht in seinen Raps dauernd über Schwule: «Ich kann nicht warten, bis ich euch Schwule alle eingefangen habe», singt er in «Marshall Mathers». Und der Dancehall-Sänger Buju Banton rief gar dazu auf, alle Schwulen zu töten. «In der Musikszene wird sehr bewusst provoziert. Es gibt aber leider auch jene, die es ernst meinen», sagt PR-Berater Pfändler. Banton ist sicher ein Beispiel dafür.

Immer wieder richten sich die verbalen Ausrutscher der Stars auch gegen Frauen. So sagte Robbie Williams mal: «James Bond gefiel mir am besten, als er noch sexistisch sein durfte.» Apropos Bond: Auch Sean Connery machte sich in den 80ern einen Ruf als Sexist. Es sei o.k., Frauen zu schlagen, wenn sie es verdient hätten, meinte er damals.

Stefanie Rigutto

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.