Aktualisiert 14.03.2013 22:58

Leben im ZeitrafferJe grösser der Hund, desto kürzer sein Leben

Grosse Hunde zahlen für ihre stattliche Erscheinung einen hohen Preis. Sie sterben deutlich früher als ihre kleinen Artgenossen, weil sie schneller altern.

Grosse Hunde sterben früher (Bild: Colourbox)

Grosse Hunde sterben früher (Bild: Colourbox)

Nachdem sie 50'000 Hundeleben unter die Lupe genommen hatten, sind deutsche Wissenschaftler zum Schluss gekommen, dass die kürzere Lebenserwartung grosser Hunde von einem beschleunigten Alterungsprozess herrührt. Während grosse Hunderassen durchschnittlich im Alter von fünf bis acht Jahren sterben, erreichen kleine Rassen ein durchschnittliches Alter von zehn bis 14 Jahren.

Im Vergleich zu ihren kleineren Artgenossen scheine bei grossen Hunden das Erwachsenenleben «im Zeitraffer» abzulaufen, erklärten die Forscher der Universität Göttingen in der am Donnerstag veröffentlichten Studie. Sie vermuten, dass die niedrigere Lebenserwartung grosser Rassen die Folge eines übermässig schnellen Wachstums sein könnte.

Für die Studie wurden die Daten von mehr als 50'000 Hunden untersucht, die 74 verschiedenen Rassen angehörten. Die Spannweite bei der Körpergrösse reicht demnach vom zwei Kilogramm schweren Chihuahua bis zum 80 Kilogramm schweren Englischen Mastiff.

Der negative Zusammenhang zwischen Grösse und Lebenserwartung ist bereits von mehreren anderen Tierarten bekannt, unter anderem auch von Mäusen, Ratten und Pferden. Unklar war bislang jedoch, wann, also in welchem Lebensabschnitt, Dogge & Co. für ihre Grösse mit Lebensjahren zahlen müssen. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift «American Naturalist» veröffentlicht.

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