Jean-Daniel Gerber neuer Direktor des seco
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Jean-Daniel Gerber neuer Direktor des seco

Gerber wird sein Amt am 1. April antreten. Auf die öffentliche Ausschreibung der Stelle waren 22 Bewerbungen eingegangen.

Der Bundesrat hat am Mittwoch den 57-jährigen Direktor des Bundesamtes für Flüchtlinge auf Antrag von Wirtschaftsminister Joseph Deiss zum Nachfolger von seco-Chef David Syz ernannt.

Ausschlaggebend für die Wahl Gerbers waren laut Bundesrat dessen Kompetenz in Wirtschaftsfragen, seine internationale Erfahrung und seine Vertrautheit mit Politik und Verwaltung.

Bundesrat Deiss erwartet vom neuen Staatssekretär, dass er das 1999 von Bundesrat Pascal Couchepin geschaffene Mammut-Amt mit elf Direktionen reorganisiert. Das seco besteht neu aus den Direktionen für Aussenwirtschaft, für Binnenwirtschaft, für Arbeit und für wirtschaftspolitische Grundsatzfragen.

Der zweisprachig aufgewachsene Gerber studierte Volkswirtschaft an der Universität Bern. In seiner 30-jährigen Laufbahn im Dienste der Eidgenossenschaft war er schweizerischer Vertreter bei der Welthandelsorganisation (WTO) und Chef des Dienstes für Entwicklungsländer im seco.

Danach leitete er den Wirtschafts- und Finanzdienst in der schweizerischen Botschaft in Washington. 1993 bis 1997 wirkte er als erster Schweizer Exekutivdirektor in der Weltbankgruppe, wo er die Interessen der Schweiz, Polens und der zentralasiatischen Republiken der früheren Sowjetunion vertrat.

Seit November 1997 ist Gerber Direktor des Bundesamtes für Flüchtlinge (BFF) im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD). Der neue Staatssekretär ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Sein Vorgänger Syz kehrt nach vier Jahren im seco in die Privatwirtschaft zurück.

(sda)

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