Aktualisiert 06.11.2015 20:53

Excusez-moi!

Jeb Bush entschuldigt sich vor einer ganzen Nation

US-Präsidentschaftskandidat Jeb Bush vergleicht faule US-Senatoren mit Franzosen. Prompt musste er sich dafür entschuldigen.

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Damals konnten sie noch blödeln, aber heute ist George W. Bush (rechts) für den wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten Jeb Bush (links) ein Problem. Bild: Jeb Bush, damals Gouverneur von Florida, empfängt seinen Bruder, den Präsidenten (21. März 2001).

Damals konnten sie noch blödeln, aber heute ist George W. Bush (rechts) für den wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten Jeb Bush (links) ein Problem. Bild: Jeb Bush, damals Gouverneur von Florida, empfängt seinen Bruder, den Präsidenten (21. März 2001).

joe Burbank
Jeb und George W. Bush bei einer Feier in Tampa, Florida, Juni 2001.

Jeb und George W. Bush bei einer Feier in Tampa, Florida, Juni 2001.

Keystone/AP/Doug Mills
Die Bushs waren schon immer ein Clan. Bild: Der Ex-Präsident George H. W. Bush (links) neben seinen Söhnen George W. und Jeb auf einem Golfplatz in Maine am 7. Juli 2001.

Die Bushs waren schon immer ein Clan. Bild: Der Ex-Präsident George H. W. Bush (links) neben seinen Söhnen George W. und Jeb auf einem Golfplatz in Maine am 7. Juli 2001.

AP/J. Scott Applewhite

Die Franzosen arbeiten nur drei Tage pro Woche. Stimmt eigentlich nicht, aber das meinte offenbar der Kandidat der Republikaner für die US-Präsidentschaft, Jeb Bush. Bis vor kurzem.

Bush attackierte während einer TV-Debatte der republikanischen Aspiranten fürs Weisse Haus seinen Rivalen Marco Rubio (44). Der Senator verpasse der Kampagne wegen zu viele Sitzungen und zu viele Abstimmungen im Senat, warf ihm Bush vor. «Der Senat, was ist das, so etwas wie eine französische Arbeitswoche? Man muss nur so um die drei Tage auftauchen?», sagte der Bruder von George W. Bush.

Die Antwort der Franzosen kam umgehend

Laut «Washington Post» kam die Antwort des französischen Vertreters bei der UN in New York umgehend. «In jedem Land bieten Wahlkämpfe die Gelegenheit zu gewaltigem Unsinn», twitterte Gérard Araud mit viel Ironie.

Dann doppelte er noch nach: «Die Franzosen arbeiten nur drei Tage pro Woche? Nein, aber sie bekommen 16 Wochen Mutterschaftsurlaub. Und sind stolz darauf.»

Jeb Bush verstand die Botschaft — und entschuldigte sich am nächsten Tag. «Ich weiss jetzt, dass die durchschnittliche französische Wochenarbeitszeit tatsächlich grösser ist als die deutsche. Somit habe ich, mein Gott, ein ganzes Land beleidigt, unseren ersten Verbündeten, der uns half, eine eigenständige Nation zu werden.»

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