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US-Präsidentschaftswahlen 2016Jeb Bush will dritter Bush-US-Präsident werden

Lange war sie erwartet worden, nun ist sie offiziell: Die Präsidentschaftskandidatur des Republikaners Jeb Bush.

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Damals konnten sie noch blödeln, aber heute ist George W. Bush (rechts) für den wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten Jeb Bush (links) ein Problem. Bild: Jeb Bush, damals Gouverneur von Florida, empfängt seinen Bruder, den Präsidenten (21. März 2001).

Damals konnten sie noch blödeln, aber heute ist George W. Bush (rechts) für den wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten Jeb Bush (links) ein Problem. Bild: Jeb Bush, damals Gouverneur von Florida, empfängt seinen Bruder, den Präsidenten (21. März 2001).

joe Burbank
Jeb und George W. Bush bei einer Feier in Tampa, Florida, Juni 2001.

Jeb und George W. Bush bei einer Feier in Tampa, Florida, Juni 2001.

Keystone/AP/Doug Mills
Die Bushs waren schon immer ein Clan. Bild: Der Ex-Präsident George H. W. Bush (links) neben seinen Söhnen George W. und Jeb auf einem Golfplatz in Maine am 7. Juli 2001.

Die Bushs waren schon immer ein Clan. Bild: Der Ex-Präsident George H. W. Bush (links) neben seinen Söhnen George W. und Jeb auf einem Golfplatz in Maine am 7. Juli 2001.

AP/J. Scott Applewhite

Der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, hat wie erwartet seine Bewerbung um die US-Präsidentschaft bekanntgegeben. «Ich bin ein Kandidat für das Präsidentenamt der Vereinigten Staaten», sagte der 62-Jährige am Montag bei einer Rede in Miami.

Er werde dafür sorgen, dass Washington nicht mehr Probleme bereite. Der Politiker versprach zugleich, seinen Überzeugungen treu zu bleiben. Bush ist einer von elf Republikanern im Rennen um die Nominierung der republikanischen Partei bei den Wahlen 2016.

Jeb Bush wäre der dritte Präsident aus der Familie Bush

Der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten George H.W. Bush und Bruder des früheren Staatschefs George W. Bush gilt als einer der Topfavoriten bei den republikanischen Vorwahlen. Er muss sich aber Fragen zu seiner Politik aus den konservativen Reihen seiner eigenen Partei gefallen lassen. Der 62-Jährige hatte bereits im Dezember 2014 bekanntgegeben, dass er eine Kandidatur in Betracht ziehe.

Frühe Meinungsumfragen zeigen, dass sich Bush von den weiteren Ambitionierten bislang nicht absetzen konnte. ImGegensatz zu den Demokraten, bei denen Hillary Clinton aller Wahrscheinlichkeit nach die Vorwahlen klar gewinnen wird, gibt es bei den Republikanern eine Handvoll Bewerber, die sich ernsthafte Chancen ausrechnen können.

«Ich werde kandidieren, um zu gewinnen»

Bush hatte bereits klar gemacht, dass er an seinen Standpunkten bei wichtigen Themen trotz aller Kritik festhalten wird – seine Positionen in der Einwanderungspolitik und in Bildungsfragen sind sehr unpopulär bei der konservativen Basis seiner Partei. Die Konservativen spielen bei den republikanischen Vorwahlen eine überaus grosse Rolle.

Bei seiner Rede am Miami Dade College wandte sich Bush am Montag in Englisch und Spanisch an die anwesende Menschenmenge. Seine Frau ist gebürtige Mexikanerin. «In jeder Sprache wird meine Botschaft eine optimistische sein», erklärte Bush. «Wir werden Washington - die stillstehende Hauptstadt dieses dynamischen Landes - aus dem Geschäft des Problemeverursachens herausnehmen», sagte der Ex-Gouverneur. «Ich werde nichts und niemanden als selbstverständlich betrachten. Ich werde mit Herz kandidieren. Ich werde kandidieren, um zu gewinnen», sagte er.

Neues Logo

Bei der Ankündigung in Miami waren weder Jeb Bushs Vater noch Bruder George anwesend. Die Familie wurde stattdessen von Jeb Bushs Mutter, der früheren First Lady Barbara Bush, repräsentiert. Diese hatte einst gesagt, dass das Land keinen weiteren Bush zum Präsidenten brauche. Auch Bushs Sohn George P. war vor Ort. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte die Bush-Kampagne ein neues Logo präsentiert - «Jeb!» - das auffälligerweise den berühmten Nachnamen weglässt.

Jetzt, da sowohl Hillary Clinton als auch Jeb Bush offiziell ins Rennen um das höchste Staatsamt der USA eingestiegen sind, ist es möglich, dass es bei der Wahl im November 2016 wieder zu einer Entscheidung zwischen den beiden politischen Dynastien Clinton und Bush kommt. 1992 hatte Hillarys Ehemann Bill die Präsidentschaftswahl gegen den damaligen Amtsinhaber George H.W. Bush gewonnen. (afp)

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