Bruna Surfistinha - «Das süsse Gift des Skorpions»: «Jede Frau wäre gerne mal für einen Tag Hure»
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Bruna Surfistinha - «Das süsse Gift des Skorpions»«Jede Frau wäre gerne mal für einen Tag Hure»

Eine brasilianische Bloggerin hat mit einem Buch über ihre Erfahrungen als Prostituierte einen Bestseller gelandet.

«Bruna Surfistinha ist jetzt international», freut sich seit einigen Tagen Raquel Pacheco auf ihrem Blog. Das Buch der 21-jährigen Brasilianerin mit dem Pseudonym Bruna Surfistinha ist ein Verkaufsknaller in ihrem Land, nicht zuletzt dank der Berühmtheit, die sie mit ihrem Blog erlangt hat.

«O Doce Veneno do Escorpião» (Das süsse Gift des Skorpions) schildert ihre sexuellen Erfahrungen aus drei Jahren als Prostituierte und verkaufte nach wenigen Wochen 20'000 Exemplare.

Bruna erzählt nicht nur Einzelheiten über ihre sexuellen Aktivitäten, sondern gibt auch den verheirateten Frauen Tipps, wie sie vermeiden können, dass ihre Ehemänner die Dienste einer Prostituierten in Anspruch nehmen. Unterdessen wird ihr Blog weiterhin von 15'000 Lesern täglich besucht.

«Jede Frau hat die Fantasie, für einen Tag Hure zu sein. Ich habe sie während drei Jahren erfüllt», sagt die Brasilianerin, die mit 17 aus dem Elternhaus geflüchtet ist und in der Prostitution den schnellsten Weg gefunden hat, um an Geld zu kommen.

Vor einem Monat, als sie merkte, wie lukrativ ihr Buch werden könnte, hörte sie damit auf, Kunden in ihrer Wohnung im exklusiven Moema Quartier in São Paulo zu empfangen.

Am 26. Oktober postete sie in ihrem Blog: «Abschied von dieser Unterwelt, ich kann's kaum fassen! Ich habe gerade meinen letzten Kunden bedient! Es hat noch nicht richtig Klick gemacht, aber morgen, wenn ich denke: "ich bin keine Hure mehr", wird's endlich Klick machen.»

Auf 172 Seiten erzählt Raquel Pacheco, die bei ihren Eltern wohnte und in den besten Schulen São Paulos erzogen wurde, wie sie zu Bruna wurde. Und sie beschreibt detailliert die unglaublichen Dienste, die sie in deren Haut erbringen musste: «Die verrücktesten Positionen, Orgien, viele verschiedene Männer und Frauen pro Tag. Was für viele Mädchen um die 20 sehr aufregend klingt, ist für mich Routine».

Raquel Pachecos Buch ist nicht das erste dieses Genres. Schon 2000 wurde in China «Shangai Baby» verboten, weil es «dekadent, schändlich und Sklave der westlichen Kultur» sei. Das Werk der 25 Jahre alten Autorin Wei Hui schilderte ihre Abenteuer und nach 5 Wochen waren bereits 80'000 Kopien verkauft.

«Das sexuelle Leben der Catherine M», die Autobiographie einer reifen Kunstkritikerin und Direktorin der renommierten Art Press, Catherine Millet, warf neues Licht auf das Phänomen und blieb während mehreren Wochen im Ranking der New York Times.

Die 18-jährige Melissa Panarello führte monatelang ein erotisches Tagebuch: «Cento colpi di spazzola prima di andare a dormire» (unter dem deutschen Titel «Mit geschlossenen Augen») verkaufte sich in Italien 1'000'000 Mal und erlangte internationalen Ruhm, als es in 23 Sprachen übersetzt wurde und die Rechte weltweit verkauft wurden.

Bruna Surfistinha: «O Doce Veneno do Escorpião», 172 S., ISBN 85-7695-017-0

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