Schweizer Schlafstudie - Jede vierte Schweizerin greift zu Schlafmitteln
Wie schläft die Schweiz? Eine neue Schlafstudie von Bico gibt Aufschluss. 

Wie schläft die Schweiz? Eine neue Schlafstudie von Bico gibt Aufschluss.

Pexels/Jaime Rivera
Publiziert

grosse schlafstudieJede vierte Schweizerin greift zu Schlafmitteln

Schlafposition, Schnarchen, Rhythmus: Eine neue Umfrage zeigt, was in Schweizer Betten vor sich geht.

von
Geraldine Bidermann

Das Forschungsinstitut Link hat im Auftrag des Matratzen-, und Bettenherstellers Bico eine schweizweite Schlafstudie durchgeführt. Über 1000 Personen wurden dazu befragt. Die Resultate zeigen, wie sich Schweizer und Schweizerinnen betten – und wie sie schlafen. Wir fassen die spannendsten Einblicke zusammen.

Jede fünfte Person hat Mühe beim Einschlafen

Wer ohne Einschlaftricks schnell und gemütlich einschläft, gehört zu den Glücklichen. In der Umfrage gaben 28 Prozent an, mühelos wegdriften zu können. Bei 20 Prozent der Befragten sieht es anders aus: Ihnen machen Stress (31 Prozent), Verspannungen (34 Prozent) oder Nervosität (20 Prozent) Mühe beim Einschlafen. Um besser einschlafen zu können, lesen 26 Prozent der Befragten in einem Buch, 15 Prozent probieren es mit Atemübungen. Wenn gar nichts mehr geht, kommen Schlafmedikamente zum Einsatz: 23 Prozent der Frauen greifen bei Bedarf zu schlafunterstützenden Medikamenten, bei den Männern sind es zwölf Prozent.

Schnarchen und andere Störfaktoren

Jede vierte Person fühlt sich gemäss der Studie durch ihr eigenes Schnarchen gestört. Es führt zu nächtlichem Aufwachen. Doch auch andere Faktoren wie erhöhtes Alter, Träume, Schwitzen oder unbequeme Positionen oder Betten lassen viele nachts aufwachen. Nur zehn Prozent aller Befragten schlafen durch. Im Schnitt schlafen die Schweizerinnen und Schweizer sieben Stunden, am Wochenende etwa acht Stunden.

Lattenrost und Seitenschlafen sind Standard

85 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer schlafen auf einer Matratze mit Lattenrost. Der Rest bettet sich hauptsächlich auf Boxspringbetten. Letztere sind in der italienischen Schweiz am beliebtesten: Ganze 27 Prozent der Befragten im Tessin haben ein Boxspringbett daheim. Zwei von drei Schweizerinnen und Schweizern schlafen auf der Seite ein.

Schweizer Norm im Schlafzimmer: Eine Matratze auf einem Lattenrost und Seitenschlafen.

Schweizer Norm im Schlafzimmer: Eine Matratze auf einem Lattenrost und Seitenschlafen.

Andrea Piaci / Pexels

Im Tessin bleibt man lange auf

Während in der Deutsch-, und Westschweiz unter der Woche zwischen 22 und 23 Uhr das Licht gelöscht wird, bleiben viele Tessinerinnen und Tessiner noch etwas länger wach. Ein Viertel von ihnen geht erst zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens ins Bett. 40 Prozent der befragten Ticinesi geben übrigens an, oft oder immer zu träumen. Bei den Menschen in der Deutschschweiz sind es dagegen lediglich 26 Prozent.

Während der Rest der Schweiz schläft, bleiben Tessinerinnen noch ein wenig auf. 

Während der Rest der Schweiz schläft, bleiben Tessinerinnen noch ein wenig auf.

Koolshooter / Pexels

Siestas sind in der Westschweiz am beliebtesten

Rund die Hälfte aller Befragten empfindet die eigene Schlafqualität während der Woche als sehr gut – am Wochenende sind es sogar fast 60 Prozent. Vielleicht liegt es an dieser guten nächtlichen Schlafqualität, dass sich nur jede zehnte Person in der Deutschschweiz und acht Prozent im Tessin ein Mittagsschläfchen gönnt. In der Romandie ist der Mittagsschlaf mit 13 Prozent der Befragten etwas beliebter.

Wie schätzt du deinen Schlaf ein? Bist du ausgeruht am Morgen? Erzähle uns davon im Kommentarfeld.

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