Umfrage zeigt: Jede zweite Frau geht fremd
Aktualisiert

Umfrage zeigtJede zweite Frau geht fremd

Männer haben, was die Treue anbelangt, bekanntlich einen schlechten Ruf - aber das holde Geschlecht steht ihnen in nichts nach. Auch wenn Frauen aus anderen Gründen betrügen.

von
Catharina Steiner

Ein Fall von weiblicher Untreue machte kürzlich Schlagzeilen - und liess den Blätterwald rund um den Globus erbeben. «Twilight»-Star Kristen Stewart, eben noch Hollywoods unschuldiges Schneewittchen, hat ihren langjährigen Partner und Frauenschwarm Robert Pattinson ganz unmärchenhaft mit ihrem Regisseur betrogen und wurde dabei erwischt.

Die öffentliche Enttäuschung darüber war im prüden Amerika derart gross, dass sich der Jungstar genötigt fühlte, sich in aller Form für den Fauxpas zu entschuldigen. Was bei Männern als Kavaliersdelikt durchzugehen scheint, katapultiert Frauen - zumindest prominente - noch immer auf den medialen Scheiterhaufen.

Jede zweite Frau betrügt

Dabei ist Fremdgehen bei den Damen genauso Thema wie bei den Männern - und kommt auch fast genauso oft vor, wie die nicht-repräsentative Umfrage von 20 Minuten Online zeigt, bei der 14 670 Personen mitgemacht haben. 21 Prozent der Teilnehmerinnen gaben an schon einmal fremdgegangen zu sein, 26 Prozent sogar schon mehrmals. Damit hat fast jede zweite Frau einen Partner schon einmal betrogen.

Bei den Männern sind es mit 52 Prozent mehr - und in der Testosteron-Fraktion scheint es mehr Wiederholungstäter zu geben. Während sich 15 Prozent nur einmal etwas zu Schulden haben kommen lassen, sind 37 Prozent der Befragten schon mehrmals fremdgegangen. Weitere 20 Prozent der Herren haben eine weisse Weste, würden aber nicht ausschliessen, dass sie auch einmal betrügen würden.

Mit der Affäre ins Ehebett

Zwar scheinen Frauen fast so oft wie Männer fremdzugehen - doch nur, wenn sie nicht verheiratet sind. In einer Ehe haben 14 Prozent der Damen schon betrogen, bei den Männern waren es 23 Prozent. Beide Geschlechter haben ihr Schäferstündchen am liebsten entweder bei sich oder beim Partner zu Hause. 28 Prozent der Frauen gehen ins Hotel, bei den Männern sind es 35 Prozent. Noch mehr männliche Fremdgeher (36 Prozent) haben heimlichen Sex im Freien (33 Prozent bei den Frauen).

Knapp dahinter liegen das Auto (Männer 35 Prozent, Frauen 31 Prozent) vor dem Arbeitsplatz. Dort lassen 13 Prozent der Damen und 14 Prozent ihren Fantasien freien Lauf. Bei den Fremdgehern, die es ins Hotel zieht, wählt die Mehrheit ein 4-Sterne Hotel (50 Prozent der Frauen, 45 Prozent der Männer). Platz zwei geht an günstige Hotels wie Ibis oder Etap - dort steigen 41 Prozent der Damen und 43 Prozent der Herren ab.

Frauen gehen im Freundeskreis fremd

Woher man seinen Seitensprung kennt - da unterscheiden sich Männlein und Weiblein grundlegend. Während 55 Prozent der Frauen ihre Liebelei im Bekanntenkreis finden (46 Prozent der Männer), ist der Seitensprung der Männer bei fast jedem zweiten eine fremde Person, der er zufällig begegnet. Bei den Frauen sind es gerade mal 33 Prozent, die mit einem Fremden anbandeln.

Auch bei den Gründen, weshalb man seinen Partner betrügt, gibt es einen klaren Unterschied. Während die Frauen als Hauptgrund zwischenmenschliche Probleme in der Beziehung angeben (43 Prozent), sagen 55 Prozent der Männer, der Seitensprung sei «einfach so passiert». 41 Prozent der Herren gaben an, nicht mit dem Sexleben in der Beziehung zufrieden gewesen zu sein und deshalb anderweitig Befriedigung gesucht zu haben. Bei den Frauen war das nur für 27 Prozent der Befragten ausschlaggebend.

Das eigene Fremdgehen blieb dem Partner verborgen, wie 79 Prozent der Frauen und 75 Prozent der Männer angaben. Und der Mehrheit derer, die doch aufgeflogen sind, wurde verziehen. 57 Prozent der Frauen und 56 Prozent der Herren kamen mit einem blauen Auge davon - beide Geschlechter scheinen gleich tolerant im Umgang mit Seitensprüngen zu sein. Die haben ihren Fehltritt wenigstens freiwillig gebeichtet - vor allem bei den Männern. Nur jeder Zehnte offenbarte sich der Partnerin. Bei den Frauen war es immerhin jede Fünfte. Bei der Frage: «Hatten Sie nach dem Fremdgehen ein schlechtes Gewissen?» gaben 28 Prozent ein «Ja, total» an, bei den Männern taten das bloss 18 Prozent.

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