Aktualisiert 14.09.2013 02:54

«Super-Hacker»

Jeden Monat um 50'000 Dollar reicher

In Argentinien ist ein 19-jähriger Cyberkrimineller festgenommen worden, der pro Monat rund 50'000 Dollar durch illegale Geschäfte erbeutete.

von
kle
Der «Super-Hacker» liess sogar sieben Menschen für sich arbeiten. (Screenshot: Infobae.com)

Der «Super-Hacker» liess sogar sieben Menschen für sich arbeiten. (Screenshot: Infobae.com)

Die argentinische Polizei hat einen 19-jährigen «Super-Hacker» verhaftet, der mit Online-Betrügereien monatlich an die 50'000 Dollar (46'000 Franken) auf sein Konto geleitet haben soll. Der junge Mann sei Sohn eines IT-Spezialisten und sei zunächst im Juli bei der «Operation Zombie» festgenommen worden, teilte das Sicherheitsministerium in Buenos Aires am Freitag mit. Diese habe aus fünf Razzien in Buenos Aires und Rosario bestanden.

Ihren Namen habe die Operation von dem Netzwerk, das für die Umleitung von Online-Überweisungen benutzt worden sei: Um die Internet-Nutzer zu täuschen, habe der Hacker die Plattform des Geldtransfers mit sogenannten Denial of Service-Attacken aus tausenden gekaperten «Zombie»-Computern seines Netzwerks bombardiert. Während des Angriffs konnten die Inhaber ihr Konto daher nicht erreichen.

Cyber-Krimineller klaut Vodafone-Kundendaten

Polizei war Hacker seit 2012 auf der Spur

Der 19-Jährige habe eine Führungsrolle in einem Netzwerk ausgeübt, das sich auf Betrug und komplexe Finanztransaktionen spezialisiert habe, hiess es weiter. Es soll Sicherheitsmassnahmen von Webseiten für Geldüberweisungen und Webseiten für Online-Spiele überwunden haben.

Der junge Hacker hatte sogar sieben «Mitarbeiter» beschäftigt. Experten zufolge hatte der 19-Jährige eine «technologische Höhle» in seiner Wohnung eingerichtet. Computer und andere Geräte daraus seien bei einer Razzia beschlagnahmt worden.

Die Polizeioperation begann 2012, als ein Server-Betreiber meldete, dass ein Hacker in seine Server eindringe und Geldüberweisungen abfange. «Internetnutzer wurden Opfer eines 'Malware'-Virus, das der Hacker in einen Server für den Download von Online-Spielen schleuste», erklärte das Ministerium.

(kle/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.