Jeden Tag sterben 100 Iraker - Tendenz steigend
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Jeden Tag sterben 100 Iraker - Tendenz steigend

Im Irak sind nach UNO-Angaben allein in den beiden vergangenen Monaten rund 6000 irakische Zivilisten getötet worden. Dies zeige, dass es bei der Zahl der Opfer weiter einen Aufwärtstrend gebe, teilten die Vereinten Nationen (UNO) mit.

Die Schätzungen verdeutlichten, wie viele Menschen bei den nahezu täglich verübten Anschlägen im Irak ums Leben kommen, hiess es in dem UNO-Bericht zur Lage der Menschenrechte im Irak. Der Bericht wurde am Dienstag veröffentlicht.

Allerdings variieren die Zahlen angesichts der teilweise chaotischen Zustände im Irak je nach Quelle. Häufig schaffen Angehörige Opfer von Angriffen und Anschlägen fort, um sie ohne viel rechtliche Formalitäten zu begraben.

Nach Angaben von Mitarbeitern in Leichenschauhäusern in der Hauptstadt Bagdad lag die Zahl der eingelieferten Toten im Juni bei knapp 1600, im Mai bei fast 1400 und im April bei rund 1150. Etwa 80 Prozent dieser Toten seien Opfer von Gewalt gewesen.

Die USA hatten im Dezember zum ersten und einzigen Mal eine Schätzung abgegeben. Demnach fielen seit dem Einmarsch der US- Truppen im Irak 2003 insgesamt rund 30 000 Iraker der Gewalt zum Opfer. Andere Schätzungen liegen deutlich höher.

Auch am Dienstag starben mindestens 59 Menschen bei einem der schwersten Anschläge im Irak in diesem Jahr. In der überwiegend von Schiiten bewohnten Stadt Kufa sprengte sich ein Attentäter mit seinem Kleinbus auf einem Markt in die Luft. (sda)

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