Aktualisiert

Stadt ZürichJeder 20. Zürcher bezieht Sozialhilfe

Die Sozialhilfequote in Zürich bleibt stabil. Sie betrug 2014 wie im Jahr zuvor 5,1 Prozent. Bei den 51- bis 64-Jährigen hat sie leicht zugenommen.

von
20M
Stadtrat Raphael Golta hat entschieden, dass über 55-Jährige nicht mehr an Arbeitsintegrationsprogrammen teilnehmen müssen.

Stadtrat Raphael Golta hat entschieden, dass über 55-Jährige nicht mehr an Arbeitsintegrationsprogrammen teilnehmen müssen.

Effektiv bezogen 2014 mehr Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher irgendwann im Jahr 2014 Sozialhilfe. Die Zunahme um 2,1 Prozent entsprach jedoch gemäss Mitteilung des Sozialdepartements dem Bevölkerungswachstum. Rund die Hälfte der neu in Sozialhilfe eintretenden Personen haben innerhalb eines halben Jahres wieder abgelöst werden können, wie es in der Mitteilung heisst.

Weniger Missbräuche

Die Missbrauchsquote ist leicht zurückgegangen. Die Zahl der Fälle, in denen die Sozialen Dienste unrechtmässig bezogene Sozialhilfe feststellte, ist von 530 auf 499 zurückgegangen. Zurückgefordert wurden 6,5 Millionen Franken, dies entspricht 2,1 Prozent der ausbezahlten Sozialhilfegelder (2013: 7,8 Millionen).

Wer über 55 Jahre alt ist, wird künftig nicht mehr verpflichtet, an Arbeitsintegrationsprogrammen teilzunehmen. Das hat der Sozialvorsteher Raphael Golta entschieden. Bislang galt diese Teilnahmepflicht für arbeitsfähige Personen bis zu ihrem 60. Altersjahr. «Die Chancen auf eine Ablösung in den ersten Arbeitsmarkt sind jedoch für ältere Sozialhilfebeziehende gering», teilte das Sozialdepartement am Freitag mit. (20M/sda)

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