Aktualisiert 09.11.2018 14:08

Schweizer Studie

Jeder Dritte unter 20 wird online sexuell belästigt

Zweieinhalb Stunden täglich am Smartphone und Cybergrooming, das auf dem Vormarsch ist: Eine Studie zeigt, wie 12- bis 19-Jährige Medien nutzen.

von
jk
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Eine Studie zeigt, dass unerwünschte sexuelle Kontaktaufnahmen via Social Media zunehmen.

Eine Studie zeigt, dass unerwünschte sexuelle Kontaktaufnahmen via Social Media zunehmen.

Peskymonkey
2 Stunden und 30 Minuten verbringen die Jugendlichen täglich an ihrem Smartphone. Das war schon vor zwei Jahren so.

2 Stunden und 30 Minuten verbringen die Jugendlichen täglich an ihrem Smartphone. Das war schon vor zwei Jahren so.

Sebastian Gollnow
33 Prozent der Schweizer Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren verfügen über ein Video-Streaming-Abo wie etwa Netflix. Im Bild: die Netflix-Serie Dark.

33 Prozent der Schweizer Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren verfügen über ein Video-Streaming-Abo wie etwa Netflix. Im Bild: die Netflix-Serie Dark.

Stefan Erhard/netflix

99 Prozent der Schweizer zwischen 12 und 19 Jahren besitzen ein eigenes Smartphone. Die beliebtesten Apps, die sie auf ihren Handys haben, sind der Reihe nach Instagram, Whatsapp und Snapchat.

2 Stunden und 30 Minuten verbringen die Jugendlichen täglich an ihrem Smartphone. Das war schon vor zwei Jahren so. Das zeigt die neue James-Studie im Auftrag der Swisscom.

94 Prozent der Schweizer Jugendlichen sind bei mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet. 87 Prozent haben einen Instagram-Account.

Nur 20 Prozent der Jugendlichen nutzen ihr Facebook-Profil mehrmals wöchentlich. Vor vier Jahren hielten sich noch rund 80 Prozent der 12- bis 19-Jährigen mehrmals die Woche auf Facebook auf.

Rund 30 Prozent wurden online bereits unerwünscht von einer fremden Person mit sexuellen Absichten angesprochen – man spricht vom sogenannten Cybergrooming. Bei den 18- und 19-Jährigen sind es sogar 43 Prozent, aber auch 12- und 13-Jährige sind betroffen. Das Grooming hat stark zugenommen: 2014 waren erst 19 Prozent davon betroffen.

42 Prozent haben schon einmal eine fremde Internetbekanntschaft getroffen.

23 Prozent sagen, sie seien online schon mindestens einmal fertiggemacht worden. «Bereits 12-Jährige sind von Cybermobbing betroffen», sagt Michael In Albon, Jugendmedienschutz-Beauftragter bei Swisscom.

Von 16 Prozent der Befragten wurden schon beleidigende Videos oder Texte per Handy oder Computer verschickt.

72 Prozent der bis 19-Jährigen geben an, die Privatsphäre-Einstellungen zu berücksichtigen und die eigenen Daten zu schützen. Diese Zahl ist konstant rückläufig, wobei Mädchen vorsichtiger sind als Jungs.

18 Prozent lesen online eine Zeitung. 2010 waren es noch 26 Prozent gewesen.

33 Prozent der Schweizer Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren verfügen über ein Video-Streaming-Abo wie etwa Netflix. Damit haben mehr als doppelt so viele Jugendliche ein entsprechendes Abo als noch vor zwei Jahren. Von den Schweizer Haushalten besitzen 56 Prozent einen Zugang zu einer Video-Streaming-Plattform.

35 Prozent der 12- bis 19-Jährigen besitzen ein Abo für Musik-Streaming und hören ihre Musik so hauptsächlich über Spotify und Co. Auch diese Zahl hat sich mehr als verdoppelt. Nur noch 38 Prozent besitzen hingegen einen MP3-Player. Vor sechs Jahren waren es noch 81 Prozent gewesen.

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