Ärger an der Westtangente: Jeder fünfte Parkplatz weg
Aktualisiert

Ärger an der WesttangenteJeder fünfte Parkplatz weg

An der einstigen Westtangente hat die Stadt jeden fünften Parkplatz aufgehoben. Nun müssen Anwohner ihr Auto oft irgendwo hinstellen – und kassieren dafür Bussen.

von
Roman Hodel
Bei Anwohner Kilian Wipf stapeln sich die Parkbussen.

Bei Anwohner Kilian Wipf stapeln sich die Parkbussen.

Grosszügige Plätze, Sitzbänkli, junge Bäume – die einstige Westtangente mit West- und Sihlfeldstrasse lädt bald zum Verweilen ein. Verschwunden ist mit der Umgestaltung allerdings nicht nur der lärmige Transitverkehr: «Die Stadt hat reihenweise Parkplätze aufgehoben», klagt Kilian Wipf, der beim Bullingerplatz wohnt. Oft müsse er sein Auto ausserhalb von Parkfeldern stehen lassen und kassiere dafür Bussen. Wipf: «Diversen Nachbarn ergeht es ähnlich.»

Tatsächlich ist die Anzahl öffentlicher Parkplätze entlang der Westtangente von 552 auf 445 gesunken, wie Mike Sgier, Sprecher des Tiefbaudepartements, bestätigt: «Im Sinne der Quartieraufwertung wurden Parkplätze aufgehoben – die Mehrheit der Bevölkerung freut sich über die Umgestaltung.» Als man die flankierenden Massnahmen öffentlich aufgelegt habe, seien keine Einsprachen wegen der Parkplatzreduktion eingegangen. «Die Stadt prüft nach Abschluss der Arbeiten aber, ob es noch Platz hat für zusätzliche Parkfelder», so Sgier. Ansonsten rät die Stadt, Parkplätze zu mieten – etwa in öffentlichen Parkhäusern.

Die Stadtpolizei hat vor jedem Revier eigene Parkplätze - nutzen aber die öffentlichen Plätze und das ohne zu bezahlen!! Frechheit oder ein Privileg für weisse Autos mit orangen Streifen?!

«Das ist eine Schweinerei – gerade in diesem Quartier leben viele Leute, die sich keine Tiefgarage leisten können», sagt SVP-Fraktionschef Mauro Tuena, der selber viele Jahre unweit des Bullingerplatzes wohnte. «Wir werden parlamentarisch fordern, dass die Stadt dort wieder mehr Parkplätze zur Verfügung stellt.»

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