Aktualisiert 15.01.2020 19:45

Nach EM-OutJeder muss an sich selber arbeiten

Am Tag nach dem Out an der Handball-EM hat Nati-Coach Michael Suter bereits erste Erkenntnisse für die Zukunft gewonnen.

von
Roland Jauch
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Es hat nicht gereicht: Die Schweiz verlor gegen Slowenien am Ende klar und schied aus der EM in Schweden aus.

Es hat nicht gereicht: Die Schweiz verlor gegen Slowenien am Ende klar und schied aus der EM in Schweden aus.

Keystone/Ennio Leanza
Am Einsatz lag es nicht: Die Schweizer warfen sich wie vom Trainer verlangt mit grossem Elan in die Partie.

Am Einsatz lag es nicht: Die Schweizer warfen sich wie vom Trainer verlangt mit grossem Elan in die Partie.

Keystone/Ennio Leanza
Zu stark: Mit dem Star-Ensemble der Slowenen ist an dieser EM zu rechnen.

Zu stark: Mit dem Star-Ensemble der Slowenen ist an dieser EM zu rechnen.

kein Anbieter/EPA/ADAM IHSE

800 Schweizer Fans waren nach Göteborg gereist. Es war, als hätten alle Anhänger darauf gewartet, ihr Nationalteam endlich wieder einmal bei einem grossen Anlass unterstützen zu können. Die Schlussbilanz fiel durchaus positiv aus, die Schweiz hat im Turnier immerhin acht Mannschaften hinter sich gelassen. Vor allem dank der starken Leistung im Polen-Spiel, in dem Andy Schmid überragte und die anderen nachzogen.

Am Tag der Heimreise nahm Nationaltrainer Michael Suter seinen Spielerrat (Schmid, Nikola Portner und Luka Maros) zur Seite für eine kurze Analyse in Richtung Zukunft. Die Erkenntnis daraus ist nicht revolutionär, aber realistisch. Da im Nationalteam so wenig Zeit vorhanden ist, muss jeder für sich selber schauen, die körperlichen und technischen Defizite zu verbessern. Die Schweiz ist noch weit davon entfernt, eine solche Breite an Spitzenleuten im Kader zu haben wie zum Beispiel die Slowenen. «Sie sind unsere Idole», so Suter. Er, der seinen Vertrag vor kurzem bis 2024 verlängert hat, will seinen Weg konsequent weitergehen. Und zum Beispiel mit den 18- bis 20-Jährigen noch mehr Extraeinheiten («Stützpunkttrainings») durchführen.

Baldige Rückkehr der Nati

Der nächste Termin für die Nati ist die Auslosung für die erste Phase des WM-Playoffs, die in der Woche nach dem EM-Final stattfindet. Die ersten Spiele Richtung WM sind Mitte April, die zweite Tranche folgt im Juni. «Und im Oktober beginnt dann bereits die EM-Qualifikation, es gibt also genug Handball mit dem Nationalteam zu sehen», sagt Suter.

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