ZSC-Captain Geering: «Jeder muss in den Spiegel schauen»
Aktualisiert

ZSC-Captain Geering«Jeder muss in den Spiegel schauen»

1:4 im ersten Spiel gegen Zug: Die ZSC Lions kommen auch im Playoff nicht auf Touren. Captain Patrick Geering nimmt Stellung.

von
Marcel Allemann
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Der EVZ gewinnt das erste Playoff-Duell gegen die ZSC Lions 4:1.

Der EVZ gewinnt das erste Playoff-Duell gegen die ZSC Lions 4:1.

Keystone/Flueeler
Viktor Stalberg (im Bild), Raphael Diaz, Carl Klingberg und Roe Garret (Empty-Netter) schiessen die Zentralschweizer zum Sieg.

Viktor Stalberg (im Bild), Raphael Diaz, Carl Klingberg und Roe Garret (Empty-Netter) schiessen die Zentralschweizer zum Sieg.

Keystone/Flueeler
Frust beim ZSC: Auf dem Eis kann nur Ronalds Kenins (1:3) überzeugen.

Frust beim ZSC: Auf dem Eis kann nur Ronalds Kenins (1:3) überzeugen.

Keystone/Flueeler

Patrick Geering, die ersten fünf Minuten in Zug waren durchaus passabel, aber danach haben Sie es verpasst, auf diesem Weg weiterzugehen. Weshalb?

Wir haben uns selbst ins Bein geschossen, weil wir viel zu viele Strafen nahmen. Wir konnten den Schwung aus den ersten Minuten nicht mitnehmen und nichts kreieren, weil wir uns das Leben selber schwer gemacht haben.

Welche Erklärung haben Sie für diese vielen Strafen? Es sollte doch allen klar sein, dass es im Playoff Disziplin braucht, wenn Sie gegen Zug eine Chance haben wollen.

Vielleicht hat jeder zu viel gewollt und deshalb einfach auch zu viel versucht. Wenn man dann mal einen Schritt zu spät ist und die Hand oder den Stock zu Hilfe nimmt, gibt es halt einfach eine Strafe. Das müssen wir jetzt einfach abstellen und nach vorne schauen.

Es schien auch so, dass Sie in der Defensive ziemlich viele Löcher haben und in der Offensive kaum mal etwas kreieren können. Haben Sie nicht zu viele offene Baustellen, um im Playoff bestehen zu können?

Die ersten 40 Minuten waren sicherlich nicht gut genug. Das ist definitiv so. Aber in den letzten 20 Minuten zeigten wir uns kreativer. Da versuchten wir, etwas mit dem Puck zu machen, und konnten dies auch. Es ist halt auch schwierig, ins Spiel zu finden, wenn man permanent dem Gegner hinterherrennen muss, denn in Unterzahl hat man den Puck meistens nicht. Womit wir wieder beim Thema der zu vielen Strafen wären.

Jetzt sind Sie am Dienstag im Heimspiel bereits ziemlich unter Druck. Auch wegen der Moral. Seit der Olympia-Pause konnte der ZSC nie mehr gewinnen.

Wir schauen die Playoff-Serie separat an und bringen sie nicht mit den Spielen zuvor in Verbindung. Nun haben wir einmal auswärts verloren und uns war auch bewusst, dass es schwierig wird, in diesem ersten Spiel in Zug einen Sieg einzufahren. Leider haben wir diesen nicht geschafft. Nun müssen wir nach vorne schauen, am Dienstag in der eigenen Halle sieht alles wieder anders aus. Jetzt gilt es, sich am Sonntag gut zu erholen und am Montag gut zusammen zu trainieren. Dann werden wir für das nächste Spiel bereit sein.

Die Heimspiele waren zuletzt auch nicht gerade vielversprechend. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass dies nun im Playoff anders wird?

Wir werden nun sicherlich die richtigen Schlüsse aus diesem ersten Match ziehen. Jeder muss für sich selber in den Spiegel schauen und sich überlegen, was er besser machen kann. Wenn jeder noch zwei, drei Schippen nachlegt, wir als Team und im System funktionieren können und eben auch die Disziplin besser wird, dann wird das ein anderes Spiel am Dienstag.

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