St. Gallen: «Jeder Rappen zählt» ist für St. Gallen zu laut
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St. Gallen«Jeder Rappen zählt» ist für St. Gallen zu laut

Die Aktion «Jeder Rappen zählt» kommt dieses Jahr doch nicht nach St. Gallen. Der Grund: Man wurde sich nicht einig.

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Die Aktion «Jeder Rappen zählt» kommt dieses Jahr doch nicht nach St. Gallen. (Bild: SRF)

Die Aktion «Jeder Rappen zählt» kommt dieses Jahr doch nicht nach St. Gallen. (Bild: SRF)

«Dieses Jahr wollten wir eine ganze Woche in St. Gallen bleiben», sagt Susanne Witzig, SRF-Projektverantwortliche bei «Jeder Rappen zählt» (JRZ). Geplant war, vom 17. bis 23. Dezember auf dem St. Galler Marktplatz ein Glaspavillon aufzustellen. Von dort aus wollten man rund um die Uhr senden, um Geld für Flüchtlinge zu sammeln.

Bereits im letzten Jahr gastierte JRZ in St. Gallen und sendete vom Blumenmarkt beim Marktplatz. Einen Tag lang sammelten die Radiomacher Geld für gute Zwecke und heizten am Abend mit Live-Musik von «77 Bombay Street» die Stadt ein. «St. Gallen ist uns sympathisch und uns gefiel das begeisterungsfähige Ostschweizer Publikum, deshalb wollten wir in diesem Jahr eine ganze Woche von St. Gallen aus senden», so Witzig gegenüber dem «St. Galler Tagblatt».

Vorhaben scheitert an der Stadt

Doch so weit wird es nicht kommen. «In St. Gallen hätten wir am liebsten den Marktplatz gehabt», sagt Witzig. «Das sei aus Platz- und Emissionsgründen aber nicht möglich, teilte uns die Stadt mit.»

Dass Verhandlungen mit SRF 3 stattgefunden haben, bestätigt Isabel Schorer, Leiterin der Standortförderung St. Gallen: «Wir prüften zusammen mit den Radioleuten und der Stadtpolizei zu Beginn Standorte von der Olma bis zur Kreuzbleiche.» Der von SRF favorisierte Standort Markplatz fiel schnell aus dem Rennen, weil dort jeweils der Weihnachtsmarkt steht.

Alternative war keine richtige Lösung

Als Alternative bot die Stadt SRF einen Platz hinter dem Hauptbahnhof, zwischen Fachhochschule und Lokremise, an. «Aber auch dort hätten wir nachts die Lautsprecher abstellen müssen», so Witzig. Laut Witzig sind aber gerade die Aktionen und Konzerte in der Nacht ein wichtiger Teil von «Jeder Rappen zählt».

Bei der Stadt blieb man hart. «Wir wollten keine 24-Stunden-Beschallung und keine Geräuschemissionen durch die nächtlichen Besucherinnen und Besucher der Glasbox», sagt Schorer.

Der Gesamtstadtrat entschied schliesslich, SRF einen Korb zu geben. «Wir hätten SRF mit der Spendenaktion gerne in St. Gallen gehabt», sagt Stadtpräsident Thomas Scheitlin. «Aber wir haben auch eine Verpflichtung gegenüber unseren Stadtbewohnern und deren Ruhebedürfnis.»

SRF wird deshalb wie bereits 2011 und 2012 von Luzern aus senden.

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