Aktualisiert 01.03.2008 13:39

Jeder siebte Afghane baut Drogen an

Afghanistan ist der grösste Opiumproduzent der Welt. Dies zeigt sich auch in der Beschäftigungsstatistik: 15 Prozent der Afghanen arbeiten im Mohnanbau.

Dies geht aus einem gestern veröffentlichten Bericht des US-Aussenministeriums über die Drogenproduktion in Afghanistan im vergangenen Jahr hervor.

Im Jahr zuvor war jeder achte Afghane am Mohnanbau beteiligt. Afghanistan produzierte im vergangenen Jahr 93 Prozent des weltweit gehandelten Opiums, wie es in dem Bericht unter Berufung auf Schätzungen der US-Regierung hiess. Dies bedeute einen Anstieg um drei Prozentpunkte im Vergleich zu 2006.

Allein die Anbaufläche für Mohn in Afghanistan sei in diesem Zeitraum um 17 Prozent auf 193'000 Hektar gestiegen. Aussergewöhnlich günstiges Wetter trug dem Bericht zufolge dazu bei, dass die afhganischen Bauern 2007 eine Opium-Rekordernte einfuhren, die um 34 Prozent höher lag als noch im vorhergegangenen Jahr.

Insgesamt habe das 2007 in Afghanistan produzierte Opium einen Wert von vier Milliarden US-Dollar gehabt - mehr als ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes von Afghanistan.

(sda)

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