Aktualisiert 21.08.2012 07:52

Vor dem Cluj-Hinspiel«Jeder weiss, was es geschlagen hat»

Der FCB will zum dritten Mal in Folge in die Gruppenphase der Champions League einziehen. Das Team sei nach den knappen Resultaten gegen Molde wachgerüttelt, sagt Captain Marco Streller.

von
ete

«Wir waren schon mit eineinhalb Beinen draussen», so FCB-Captain Marco Streller rückblickend auf die dramatischen Schlussminuten gegen Molde FK. In der 92. Minute erhielt der norwegische Meister einen Penalty zugesprochen. Hätte Magne Hoseth den verwertet, hätten die Bebbi alle Champions-League-Träume bereits in der dritten Quali-Runde begraben müssen. Aber Goalie Yann Sommer hielt den Elfmeter sensationell. Und so steht der FCB in den CL-Playoffs. Heute und in einer Woche in Rumänien kann es Rotblau nun gegen Cluj besser machen.

«Solche Dinge können ein Team zusammenschweissen und eine Dynamik auslösen», sagt der 31-jährige Stürmer. «Jeder weiss, was es geschlagen hat.» Aber Streller, der schon vor zwei Jahren dabei war, als der FCB in der Gruppenphase erst Auswärts 1:2 verloren und das Rückspiel vor heimischem Publikum 1:0 gewonnen hat, erinnert sich nur all zu gut, wie schwer man sich gegen die Rumänen getan hat. «Wir sind in Cluj sehr früh in Rückstand geraten und haben Zuhause auch nur 1:0 gewonnen. Es wird auch diesmal sicher ein Duell auf Augenhöhe geben.»

Enge Spiele

Zuversicht gibt dem FCB-Captain die Erfahrung aus einer langen Serie von Quali-Spielen für einen Uefa-Wettbewerb, in der Rotblau nicht mehr verloren hat. Seit der letzten Niederlage in Vaduz (1:2) im August 2006 hat der FCB eine Serie von 24 Ausscheidungspartien ohne Niederlage hingelegt. «Wenn man so lange ungeschlagen bleibt, gibt das Selbstvertrauen. Aber ich erwarte x-mal engere Spiele gegen Cluj wie vor zwei Jahren», so Streller.

Und könnte damit Recht haben, wenn man den Worten seines Gegenüber Cadú Glauben schenken kann. Der Cuj-Captain verspricht heiss umkämpfte Spiele: «Ich schätze den FC Basel schwächer ein als vor zwei Jahren. Er hat wichtige Spieler – ich nenne da Shaqiri – verloren. Cluj schätze ich dafür etwas stärker ein. Ich rechne mit zwei ausgeglichenen Partien und garantiere, dass wir um die Qualifikation kämpfen werden.»

Kühlwesten, Getränke und ein dankbarer Trainer

Heiss wird es auch sonst im Joggeli. Der Wetterbericht sagt auch für den Dienstagabend noch schwüle Temperaturen um die 27 Grad an. Einen Vorgeschmack hat der FCB am letzten Samstag gegen Lausanne (2:0) erhalten. «Die erste Halbzeit war richtig schlimm. Nach der Pause war es etwas besser», erinnert sich Streller. Weil aber auch der Gegner die gleichen Bedingungen hat, thematisiert der 31-Jährige die Hitze nicht weiter. «Ausserdem haben wir gute Leute im Staff, die uns gut vorbereiten und behandeln werden.»

Die Spieler werden angehalten viel zu trinken. Vor einem Jahr hat sich der FCB zudem für solche Bedingungen Kühlwesten angeschafft. «Kühlwesten sind ein probates Mittel um die Kerntemperatur der Spieler in der Pause wieder runter zu bekommen», so FCB-Trainer Heiko Vogel. Durch die Senkung der Körpertemperatur wird verhindert, dass es durch Überhitzung zu Leistungsabfall kommt. «Es ist brutal warm. Da bin ich froh, dass ich Trainer und kein Spieler bin.»

Kein Festtag, sondern ein Spieltag

Der Wunsch nach weiteren Fussball-Festtagen am Rheinknie ist gross. «Für mich ist das weder Alltag, noch ein Festtag. Für mich ist das ein Spieltag», so Vogel. «Uns ist bewusst, dass wir mit dem Erreichen der Gruppenphase für den Verein Gutes tun. Aber diese Erwartungshaltung haben wir uns auch selbst erarbeitet.» Gut tun würde der Einzug in die Königsklasse auch der Klubkasse. Für die Playoffs erhält der FC Basel bereits 2,5 Millionen Franken. Für die Teilnahme in den Gruppenspielen hätte Basel mindestens weitere zehn Millionen Franken (8,6 Mio. Euro) an Prämien garantiert.

Yapi out - Frei auf der Bank Heiko Vogel muss gegen Cluj auf Gilles Yapi verzichten. Der Mittelfeldspieler hat sich am Samstag gegen Lausanne eine Knieverletzung zugezogen und fällt für die nächsten Wochen aus. Die genaue Art der Verletzung wird erst bei weiteren Untersuchungen ermittelt werden können. Der FCB-Trainer: «Aber zum Glück haben sich die ersten schlimmen Prognosen nicht bewahrheitet.» Dafür scheint das Warten auf die Rückkehr von Alex Frei zu Ende zu gehen. Der 33-jährige Stürmer erlitt vor drei Wochen gegen GC eine Beckenverletzung und dürfte zumindest auf der Bank Platz nehmen. Nicht in Gefahr ist der Einsatz von Mohamed Salah. Die Kniebandage, mit der der Ägypter am Montag im Abschlusstraining trainierte, sei «kein Grund zur Besorgnis», sagt Vogel. (ete)

Yapi out - Frei auf der Bank Heiko Vogel muss gegen Cluj auf Gilles Yapi verzichten. Der Mittelfeldspieler hat sich am Samstag gegen Lausanne eine Knieverletzung zugezogen und fällt für die nächsten Wochen aus. Die genaue Art der Verletzung wird erst bei weiteren Untersuchungen ermittelt werden können. Der FCB-Trainer: «Aber zum Glück haben sich die ersten schlimmen Prognosen nicht bewahrheitet.» Dafür scheint das Warten auf die Rückkehr von Alex Frei zu Ende zu gehen. Der 33-jährige Stürmer erlitt vor drei Wochen gegen GC eine Beckenverletzung und dürfte zumindest auf der Bank Platz nehmen. Nicht in Gefahr ist der Einsatz von Mohamed Salah. Die Kniebandage, mit der der Ägypter am Montag im Abschlusstraining trainierte, sei «kein Grund zur Besorgnis», sagt Vogel. (ete)

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