Aktualisiert 17.05.2016 13:35

Neue StudieJeder Zehnte geht beim Sex ans Handy

Selbst im Schlafzimmer ständig erreichbar: Eine von zehn Personen nimmt während des Liebesspiels Anrufe entgegen, sagen Forscher.

von
lia
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Hand aufs Herz! Sind Sie schon mal beim Sex ans Telefon gegangen? Laut einer Studie wären Sie dann eine von zehn Personen, die es nicht lassen können.

Hand aufs Herz! Sind Sie schon mal beim Sex ans Telefon gegangen? Laut einer Studie wären Sie dann eine von zehn Personen, die es nicht lassen können.

95 Prozent der Probanden gaben zudem an, dass sie ihr Handy auch bei Treffen mit Freunden oder Familie öfter aus der Tasche holen.

95 Prozent der Probanden gaben zudem an, dass sie ihr Handy auch bei Treffen mit Freunden oder Familie öfter aus der Tasche holen.

Flickr / Simon Blackley
Sieben von zehn nutzen das Gerät ausserdem regelmässig bei der Arbeit.

Sieben von zehn nutzen das Gerät ausserdem regelmässig bei der Arbeit.

Flickr / Dave Collier

Mails beantworten, Facebook checken oder Anrufe annehmen kann man heute dank Smartphones fast überall. Auch im Bett. Dass das viele sogar tun, wenn sie nicht alleine in den Federn liegen, ergab jetzt eine Studie der University of Virgina. Demnach soll jeder Zehnte sogar eingehende Nachrichten lesen oder Anrufe annehmen, wenns gerade zur Sache geht.

Das fanden die Forscher in Befragungen mit 221 Studenten der Universitiy of British Columbia heraus. 95 Prozent der Probanden gaben zudem an, dass sie ihr Handy auch bei Treffen mit Freunden öfter aus der Tasche holen. Sieben von zehn nutzen das Gerät regelmässig bei der Arbeit.

Aufmerksamkeitsdefizit durch digitale Stimulation

Nach den Befragungen nahmen die Studenten an einem zweiwöchigen Experiment teil: In der ersten Woche sollten sie das Handy stets auf laut stellen und alle Push-Benachrichtigungen aktivieren. In der nächsten sollten die Probanden genau diese deaktivieren und die Töne abstellen.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer in der zweiten Woche ein signifikant höheres Level an Hyperaktivität aufwiesen und zudem ein grosses Problem damit hatten, sich auf etwas zu konzentrieren. Beides Symptome der Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS).

Die Forscher weisen im Bericht jedoch darauf hin, dass ADHS eine neurologische Störung sei und dementsprechend nicht durch den Smartphone-Gebrauch entstehen könne. «Unsere Ergebnisse zeigen schlicht, dass die konstante digitale Stimulation zu einem steigenden Aufmerksamkeitsdefizit in der moderne Gesellschaft führen kann», so Kostadin Kushlev, Wissenschaftler im Bereich Psychologie und Leiter der Studie.

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