03.03.2019 09:43

UmfrageJeder zweite Busfahrer ist gestresst

In den vergangenen acht Jahren hat sich der Situation der Busfahrer, die unter Stress leiden, verschlimmert.

von
roy
1 / 4
Busfahrer leiden vermehrt unter Stress. (Symbolbild)

Busfahrer leiden vermehrt unter Stress. (Symbolbild)

Keystone/Gaetan Bally
Besonders verbreitet sind Symptome wie Angst, Reizbarkeit und Müdigkeit. (Symbolbild)

Besonders verbreitet sind Symptome wie Angst, Reizbarkeit und Müdigkeit. (Symbolbild)

Keystone/Gaetan Bally
Die Situation hat sich in den vergangen Jahren verschärft, wie eine Umfrage ergab. (Symbolbild)

Die Situation hat sich in den vergangen Jahren verschärft, wie eine Umfrage ergab. (Symbolbild)

Keystone/Georgios Kefalas

Eine neue Umfrage der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) zeigt, wie schlecht es um die Gesundheit der Schweizer Busfahrer steht. Jeder zweite Busfahrer leidet demnach unter Stress. Besonders verbreitet sind Symptome wie Angst, Reizbarkeit und Müdigkeit, wie «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» aus der bislang unveröffentlichten Umfrage zitieren. Rund ein Drittel von ihnen gab an, schon zur Arbeit gegangen zu sein, ohne im Vollbesitz seiner Kräfte gewesen zu sein.

In den letzten Jahren hat sich die Situation verschärft, wie eine Vergleichsumfrage aus dem Jahr 2010 zeigt. Damals notierten nur 12 Prozent aller Fahrer zwischen 56 und 65 Jahren, dass sie unter Schlafstörungen leiden würden. Dieser Wert hat sich in der gleichen Altersgruppe heute verdoppelt.

Zahl der Unfälle gestiegen

Gemäss der Befragung sind es in erster Linie aggressive Auto- und Velofahrer sowie renitente Passagiere, die bei den Chauffeuren Stress verursachen. An der Analyse nahmen 500 von 2500 befragten Busfahrer in der Schweiz teil.

Die Zahl der Unfälle mit Bussen stieg in den vergangenen Jahren markant an. Im Jahr 2011 kam es laut dem Bund auf den Schweizer Strassen nur gerade zu 416 Unfällen, bei denen ein Gelenkbus, ein Trolleybus oder ein Linienbus involviert war. Im Jahr 2017 waren es bereits 737 solcher Busunfälle – ein Plus von fast 80 Prozent. Die Hauptschuld trugen dem Bund zufolge aber nicht die Buschauffeure, sondern in zwei von drei Fällen andere Verkehrsteilnehmer wie Auto-, Velofahrer oder Fussgänger. (roy/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.