Ausländerstatistik: Jeder zweite Somalier bezieht Sozialhilfe
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AusländerstatistikJeder zweite Somalier bezieht Sozialhilfe

Von den in der Schweiz lebenden Ausländern verzeichnen die Ex-Jugoslawen am meisten Sozialhilfefälle. Bei einzelnen Nationalitäten liegt die Quote bei über 50 Prozent.

Zuwanderer aus Serbien und Montenegro beziehen in der Schweiz am häufigsten Sozialhilfe. 15 287 Personen aus diesen beiden Balkan-Staaten lebten 2009 von Staatsgeldern. Das zeigt eine neue Erhebung des Bundesamts für Statistik. Auf Rang zwei liegen die Türken mit 11 160 Sozialhilfebezügern. Italien folgt auf Platz drei mit 8671 Zuwanderern, die von Sozialhilfe leben.

Es gibt sogar Nationalitäten, die eine Sozialhilfequote von über 50 Prozent ausweisen. Das heisst: Mehr als die Hälfte lebt von der Sozialhilfe. Es handelt sich um Zuwanderer aus Somalia, Jemen und Guinea-Bissau.

Schlechte Bildung, viele Kinder

Der hohe Anteil von ausländischen Sozialhilfebezügern hänge mit der beruflichen Qualifikation und der Familiengrösse zusammen, sagte Walter Schmid, Präsident der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe, in der Zeitung «Der Sonntag»: «Immigranten haben meist mehr Kinder als Schweizer. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, von der Sozialhilfe abhängig zu sein.»

Die hohe Sozialhilfequote bei Nicht-EU-Ländern zeige, «dass wir hier ein Integrationsproblem haben», sagt FDP-Integrationsspezialist Philipp Müller. Er will die Einwanderung aus diesen Ländern einschränken: «Wenn es uns nicht gelingt, die Zuwanderung aus Drittstaatenländern massiv herunterzufahren, haben wir ein Akzeptanzproblem mit der gesamten Ausländerpolitik.»

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