Medianlohn: Jeder Zweite verdient mehr als 6502 Franken

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MedianlohnJeder Zweite verdient mehr als 6502 Franken

2016 betrug der Medianlohn eines Schweizer Angestellten 6502 Franken brutto im Monat.

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rkn
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Der monatliche Bruttolohn in der Schweiz (Median) – vom tiefsten zum höchsten:Persönliche Dienstleistungen: 4076 Franken

Der monatliche Bruttolohn in der Schweiz (Median) – vom tiefsten zum höchsten:Persönliche Dienstleistungen: 4076 Franken

Keystone/Alessandro Della Bella
Gastgewerbe und Gastronomie: 4337 Franken

Gastgewerbe und Gastronomie: 4337 Franken

Keystone
Detailhandel: 4797 Franken

Detailhandel: 4797 Franken

Keystone/Christian Beutler

2016 betrug der Medianlohn eines Schweizer Angestellten 6502 Franken brutto. 10 Prozent der Arbeitnehmenden verdienten unter 4313 Franken pro Monat. Im Gegensatz dazu betrug der Monatslohn der am besten bezahlten 10 Prozent der Arbeitnehmer über 11'406 Franken.

Die Löhne in der Schweiz weisen je nach Branche beträchtliche Unterschiede auf. Am wenigsten verdienten Angestellte in der Textilien- und Kleiderherstellung (5208 Franken), im Detailhandel (4798 Franken), in der Gastronomie (4337 Franken) und bei den persönlichen Dienstleistungen (4076 Franken). Den höchsten Medianlohn bietet die Pharmaindustrie mit 9835 Franken.

Lohnschere schliesst sich

Laut dem BFS schloss sich die allgemeine Lohnschere zwischen 2008 und 2016 leicht. Der Abstand zwischen den höchsten und den niedrigsten Löhnen verringerte sich also minim. Das Lohnniveau stieg in diesem Zeitraum sowohl bei den best- (6,3 Prozent) und schlechtestbezahlten (9,9 Prozent) Berufen als auch in der Mittelschicht (6,9 Prozent).

2016 haben Arbeitnehmende erstmals seit 2008 wieder mehr Boni erhalten. Der durchschnittliche Betrag an zusätzlichen Sonderzahlungen stieg von 7939 Franken im Jahr 2014 auf 9033 Franken (siehe Box). Knapp ein Drittel der Arbeitnehmenden in der Schweiz erhielten Boni.

Der Anteil an Schweizer Tieflohnstellen, also Stellen mit einem Bruttolohn unter 4335 Franken, ist von 11,4 Prozent auf 10,2 Prozent gesunken. Besonders viele Tieflohnstellen gibt es im Detailhandel (25,7 Prozent), in der Kleiderherstellung (38,9 Prozent), in der Gastronomie (50,5 Prozent) und bei den persönlichen Dienstleistungen (59,1 Prozent).

Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern

Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern sind im Vergleich zu 2014 gesamtwirtschaftlich gesunken: Das Gefälle belief sich 2016 auf 12 Prozent, 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Trotzdem verdienten Frauen im privaten Sektor 14,6 Prozent und im öffentlichen Sektor 12,5 Prozent weniger als Männer.

Das BFS erklärt diesen Unterschied teilweise mit unterschiedlichen Tätigkeiten, unterschiedlichem Verantwortungsniveau oder anderen strukturellen Merkmalen. Der Lohnunterschied falle im Allgemeinen grösser aus, je höher die Hierarchiestufe der Stelle sei. So verdienten Frauen mit hohem Verantwortungsniveau 8861 Franken pro Monat, während Männer auf gleichem Verantwortungsniveau mit 10'878 Franken 18,5 Prozent mehr verdienten. Im Gegensatz dazu belief sich der Unterschied bei Frauen und Männern ohne Kaderfunktion 8,4 Prozent.

Boni im obersten Kader:

Banken: 100'651 Franken

Versicherungen: 98'302 Franken

Pharmaindustrie: 69'100 Franken

Bau: 24'108 Franken

Detailhandel: 15'267 Franken

Das ist der Medianlohn:

Der Medianlohn liegt genau zwischen den Löhnen von zwei gleich grossen Bevölkerungshälften, von denen eine mehr und die andere weniger verdient. Das heisst, es gibt in der Schweiz gleich viele Personen, deren Lohn über dem Medianlohn liegt, wie umgekehrt. Im Gegensatz zum arithmetischen Mittelwert ist der Median kein Durchschnittswert.

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