Ottmar Hitzfeld: «Jedes Spiel ist ein Finale»
Aktualisiert

Ottmar Hitzfeld«Jedes Spiel ist ein Finale»

Der Schweizer Fussball-Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld stapelt vor den ausstehenden WM-Qualifikationsspielen nicht tief. Er sieht in jedem Spiel ein Endspiel, und die Schweiz darf sich keinen Ausrutscher mehr erlauben.

von
Herbie Egli

Für die Schweizer Fussballnationalmannschaft heisst es in den restlichen sechs WM-Qualifikationsspielen verlieren verboten. Sonst fährt der direkte Zug Richtung Südafrika wahrscheinlich ohne die Schweiz ab. Damit genau das nicht passiert, hat Trainer Ottmar Hitzfeld an der Pressekonferenz nach dem Training im Zürcher Letzigrund jede Partie als Endspiel bezeichnet.

«Jedes Spiel ist ein Finale»

Ottmar Hitzfeld weiss wovon er spricht. Nach der peinlichen 1:2-Niederlage im letzten September gegen Luxemburg hat die Schweiz ihren Joker bereits gezogen. Die Reaktion folgte zwar mit den Siegen gegen Lettland und Griechenland, der Weg nach Südafrika ist aber noch weit. «Jedes Spiel ist ein Finale. Und nun wollen wir das Finale in Moldawien gewinnen», so Hitzfeld.

Dass sich der Lörracher so äussert, hat damit zu tun, dass er als Klubtrainer schon in vielen Finals gestanden ist. «Vielleicht kommt es daher», sagt Hitzfeld mit einem Lächeln. «Man muss aber die Bedeutung dieser Spiele sehen. In der Qualifikation hat man nur zehn Spiele. Vier haben wir schon und nun haben wir noch sechs und nachher nur noch fünf. Es ist nicht wie in einer Meisterschaft, wo man 35 Spiele hat und zwei, drei Mal verlieren kann und trotzdem noch einen Titel gewinnen kann. Von daher ist höchste Konzentration angesagt.»

Favoritenrolle liegt bei der Schweiz

Der Schweizer Nationaltrainer weiss auch, dass der Druck auf seinem Team in der moldawischen Hauptstadt Chisinau gross sein wird: «Nach dem Lettland- und Griechenland-Spiel sind wir Favorit. Ich bin aber überzeugt vom guten Charakter des Teams», sagt Hitzfeld. «Von der Stärke her ist Moldawien mit Lettland und nicht mit Luxemburg zu vergleichen.»

Während die Schweiz zwei Mal gegen Moldawien spielt, finden in der gleichen Gruppe auch die Direktduelle zwischen Israel und Griechenland statt. Die Partien der beiden vor der Schweiz klassierten Teams interessieren Ottmar Hitzfeld aber nur in zweiter Linie: «Wir haben in zwei Spieltagen die Chance, Boden gut zu machen. Zuerst müssen wir aber die Punkte holen und erst dann kann auf Israel und Griechenland geschaut werden.»

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