Mehr Geld – Jedes zweite Unternehmen plant 2022 eine Lohnerhöhung
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Mehr Geld Jedes zweite Unternehmen plant 2022 eine Lohnerhöhung

Trotz Corona-Krise könnte der Lohn vieler Mitarbeitenden nächstes Jahr steigen. So plant mehr als die Hälfte der Schweizer Firmen eine Lohnerhöhung.

von
Barbara Scherer
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2022 könnte dein Lohn steigen.

2022 könnte dein Lohn steigen.

20min/Stevan Bukvic
Denn jedes zweite Unternehmen plant eine Lohnerhöhung, wie eine aktuelle Umfrage von Jobcloud zeigt.

Denn jedes zweite Unternehmen plant eine Lohnerhöhung, wie eine aktuelle Umfrage von Jobcloud zeigt.

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Das dürfte eine Überraschung für die meisten Angestellten sein: Weniger als 30 Prozent haben mit mehr Geld gerechnet.

Das dürfte eine Überraschung für die meisten Angestellten sein: Weniger als 30 Prozent haben mit mehr Geld gerechnet.

Tamedia/Urs Jaudas

Darum gehts

  • 2022 gibt es vielerorts mehr Lohn.

  • Mehr als die Hälfte der Unternehmen plant eine Lohnerhöhung.

  • Diese fällt etwa gleich hoch aus wie letztes Jahr.

Gute Nachrichten für Arbeitnehmende: Jede zweite Schweizer Firma plant 2022 eine Lohnerhöhung für ihre Mitarbeitenden. Das dürfte eine Überraschung für die meisten Angestellten sein. Schliesslich haben weniger als 30 Prozent mit mehr Geld gerechnet, wie eine aktuelle Umfrage von Jobcloud zeigt.

Dabei sind mittlere und grössere Unternehmen eher bereit mehr Lohn zu zahlen. «Kleinere Unternehmen sind vor allem in Krisenzeiten vielfach vorsichtiger, weil sie weniger finanzielle Polster und Rücklagen haben als grössere Betriebe», erklärt Davide Villa, CEO von Jobcloud, das wie 20 Minuten zur TX Group gehört.

Für die Umfrage wurden mehr als 10'000 Arbeitnehmende sowie 800 Unternehmen in der Schweiz befragt. Dabei rechnen in der Deutschschweiz nur 20 Prozent mit mehr Geld im Portemonnaie; in der Westschweiz hingegen 36 Prozent.

Auch sind Männer optimistischer beim Thema Lohnerhöhung als Frauen und diverse Geschlechter: So glauben 32 Prozent der Männer und 26 Prozent der Frauen sowie zehn Prozent der diversen Geschlechter an eine Lohnerhöhung im nächsten Jahr.

Krise hat keinen Einfluss mehr auf Personalsuche

«Aufgrund der Corona-Krise sind Mitarbeitende vorsichtiger geworden, was sich auch bei den Erwartungen bezüglich Lohnerhöhung zeigt», erklärt Villa. Doch viele Firmen konnten sich an die neuen Herausforderungen anpassen. Die Krise habe keinen grossen Einfluss mehr auf die Personalsuche: «Darum sind Unternehmen vermehrt bereit, die Löhne zu erhöhen.»

Unternehmen, die eine Lohnerhöhung planen, möchten dies zum Grossteil im gleichen Ausmass wie vor einem Jahr tun. Eine grössere Lohnerhöhung als vor einem Jahr plant rund ein Drittel der befragten Arbeitgeber. «Durch eine Lohnanpassung anerkennen Arbeitgeber die ausserordentliche Leistung der Angestellten», so Villa. Das motiviere die Mitarbeitenden und binde sie ans Unternehmen.

Lohn-Prognose der UBS:

Die UBS prognostiziert für das nächste Jahr eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 0,8 Prozent. Je nach Branche ist mit einem anderen Lohnaufschlag zu rechnen:

  • Informatik- und Telecomdienste: 1,0 Prozent

  • Öffentlicher Sektor: 1,0 Prozent

  • Energie, Ver- und Entsorgung: 1,0 Prozent

  • Banken und Versicherungen: 1,0 Prozent

  • Gesundheits- und Sozialwesen: 1,0 Prozent

  • Metalle: 1,0 Prozent

  • Chemie und Pharma: 1,0 Prozent

  • Materialien und Baustoffe: 1,0 Prozent

  • Maschinen: 1,0 Prozent

  • Grosshandel: 1,0 Prozent

  • Nahrungsmittelproduktion: 1,0 Prozent

  • Textil: 1,0 Prozent

  • Konsumgüter: 1,0 Prozent

  • Elektro: 1,0 Prozent

  • Uhren und Schmuck: 1,0 Prozent

  • Dienstleistungen für Unternehmen, inklusive Immobilien: 0,9 Prozent

  • Logistik: 0,8 Prozent

  • Medien: 0,6 Prozent

  • Baugewerbe und Architektur: 0,5 Prozent

  • Detailhandel: 0,5 Prozent

  • Autogewerbe: 0,5 Prozent

  • Tourismus inklusive Kultur, Sport und Bildung: 0,5 Prozent

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