Elektro-Strategie - Jeep macht Schluss mit Verbrenner
Den Jeep Wrangler gibts vorerst als Plug-in-Hybrid. Ab 2025 auch rein elektrisch.

Den Jeep Wrangler gibts vorerst als Plug-in-Hybrid. Ab 2025 auch rein elektrisch.

Jeep
Publiziert

Elektro-StrategieJeep macht Schluss mit Verbrenner

Auch die US-Kultmarke Jeep setzt in Zukunft auf Elektromotoren. Und die Amis sind überzeugt, dass das nicht nur der Umwelt nützt.

von
Dieter Liechti

SUV? Nein, bei Jeep handelt es sich – zumindest bei ein paar Modellen – nicht um Sports Utility Vehicles, sondern um Geländewagen. Also Autos, die jenseits geteerter Strassen mehr Spass und Sinn machen, als auf dem Weg von Bern nach Zürich. Theoretisch zumindest. Denn von den 1531 im ersten Halbjahr in der Schweiz verkauften Jeep, haben wohl nur ein paar wenige nasse oder dreckige «Füsse» gekriegt. Und wenn, dann wohl wegen dem Hochwasser und nicht wegen dem Abenteuergeist der Besitzerinnen und Besitzer.

Der Jeep Compass S 4xe wird von einem Plug-in-Hybridantrieb mit 240 PS angetrieben.

Der Jeep Compass S 4xe wird von einem Plug-in-Hybridantrieb mit 240 PS angetrieben.

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Der kompakte Renegade kann als Plug-in-Hybrid mit 190 oder 240 PS geordert werden. Immer mit Allradantrieb.

Der kompakte Renegade kann als Plug-in-Hybrid mit 190 oder 240 PS geordert werden. Immer mit Allradantrieb.

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Der 2022 Grand Wagoneer Series III soll bis 2025 ebenfalls rein elektrisch an den Start rollen.

Der 2022 Grand Wagoneer Series III soll bis 2025 ebenfalls rein elektrisch an den Start rollen.

Foto: Jeep

Egal. Die Amis kündigen zum 80. Geburtstag eine grosse Elektro-Offensive an: Schon 2025 soll in jeder Baureihe der Stellantis-Tochter mindestens eine Variante mit reinem E-Antrieb zu finden sein – vom kleinen Renegade bis zum kommenden Luxus-Allradler Wagoneer. 70 Prozent des weltweiten Absatzes sollen bereits Mitte des Jahrzehnts auf elektrifizierte Modelle entfallen. Also entweder auf reine Stromer oder die bereits in der Schweiz erhältlichen Plug-in-Hybride: Compass, Renegade und Wrangler.

Lautlos und autonom

Eventuelle Vorbehalte gegenüber der Elektrifizierung? Kein Problem für Marken-Chef Christian Meunier: Neben den tieferen Emissionen betont er die Vorteile des lautlosen Fahrens im Gelände und die gute Traktion des E-Motors. Und Design-Chef Mark Allen freut sich über die neuen gestalterischen Möglichkeiten des Antriebs.

Jeep verfolgt aber auch weitere Technik-Pläne: So sollen Elektromodelle der Marke künftig autonom durchs Gelände fahren können – während sich die Insassen im Liegen den Sternenhimmel anschauen. Ob das Sinn macht? Keine Ahnung. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass das autonome Fahren auch auf geteerten Strassen stockt, müssen wir uns noch lange nicht vor leise sirrenden autonomen Jeeps auf Wanderwegen (ist bei uns sowieso verboten) fürchten. Sinnvoller: Das sogenannte Peer-to-peer-Charging soll künftig möglich sein. Dabei kann ein Auto mit vollem Akku seinen Strom per Kabel direkt an ein Fahrzeug mit niedrigerem Batterie-Stand übertragen. Und das klappt auch in der City.

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