Grossaktionär stimmt zu: Jelmoli ist SPS nochmals etwas mehr wert
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Grossaktionär stimmt zuJelmoli ist SPS nochmals etwas mehr wert

Der Immobilienkonzern Swiss Prime Site (SPS) hat sein Übernahmeangebot für den Konkurrenten Jelmoli nochmals leicht erhöht und sich damit die Zustimmung eines Jelmoli-Grossaktionärs geholt. Das Zustandekommen der Übernahme wurde von SPS nun als «sehr wahrscheinlich» bezeichnet.

SPS gab am Montagin Zürich bekannt, dass das Umtauschangebot von 8,1 auf 8,2 eigene Aktien für eine Jelmoli-Aktie aufgebessert worden ist. Die Angebotsfrist verlängert sich damit um zehn Börsentage und endet voraussichtlich am kommenden 25. September.

Das nochmals leicht verbesserte Umtauschverhältnis bewog Jelmoli-Grossaktionär Klaus Wecken dazu, seine Beteiligung von 8,4 Prozent nun doch der SPS anzudienen. Er erachte dieses Umtauschverhältnis als fair, wurde Wecken in der Mitteilung zitiert. Wecken gehörte bisher neben Walter Fust sowie Suva und Franklin Mutual Adviser zu jenen Jelmoli-Grossaktionären, die sich einer Übernahme durch SPS widersetzen. Ob nun auch die anderen Grossaktionäre einlenken werden, war vorerst nicht bekannt, wie Jelmoli-Generalsekretär Daniel Gfeller auf Anfrage sagte. Diese Grossaktionäre halten laut dem Marktbericht der Zürcher Kantonalbank (ZKB) zusammen rund 19 Prozent an Jelmoli.

Übernahmefrist verlängert

SPS-Verwaltungsratspräsident Peter Wehrli rechtfertigte die weitere Erhöhung in der Mitteilung mit den Aussichten, die beiden Unternehmen nach dem Vollzug des Angebots rascher zusammenführen zu können. Der zusätzliche Einsatz dürfte durch Kosteneinsparungen im Vergleich zu einer langen Übernahmedauer mehr als kompensiert werden.

SPS hatte die Übernahmeofferte am vergangenen 11. Juni bereits von 7,7 auf 8,1 SPS-Aktien erhöht. Die Jelmoli-Grossaktionäre Wecken, Fust und Suva waren aber auch damit nicht zufrieden. Zuvor hatte der US-Investmentfonds Franklin das Angebot bereits abgelehnt. Ende August dieses Jahres hatte SPS die Bedingung fallengelassen, die Übernahme komme nur zustande, wenn SPS mindestens 67,4 Prozent der Jelmoli-Aktien besitze.

Die Analysten der ZKB wiesen in ihrem Marktbericht darauf hin, dass mit diesem bereits angekündigten Verzicht auf eine Zweidrittelsmehrheit das Angebot von SPS zustande kommen werde. Die im zweiten Schritt mit Jelmoli angestrebte Fusion sei beim aktuellen Stimmenanteil allerdings noch nicht sichergestellt, gaben sie zu bedenken. An der Börse verloren die SPS-Aktien bei geringen Handelsvolumen im Vergleich zum vergangenen Freitag bis 0,9 Prozent auf 52,20 Franken. Die Jelmoli-Titel verbesserten sich dagegen um bis zu 0,5 Prozent auf 425 Franken. (dapd)

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