Lara Gut: «Jemand muss Vierte werden»
Aktualisiert

Lara Gut«Jemand muss Vierte werden»

Die Schweizer Medaillen-Hoffnung Lara Gut sticht im Olympia-Super-G nicht. Über das Resultat ist die 22-jährige Tessinerin nicht gross enttäuscht. Sie kennt dieses Gefühl.

von
Herbie Egli
Krasnaja Poljana

Nach Bronze in der Abfahrt geht Lara Gut in ihrer Parade-Disziplin Super-G leer aus. Die Schweizerin muss mit dem 4. Platz Vorlieb nehmen. Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde die 22-jährige Tessinerin das gleiche Edelmetall wie am Mittwoch gewinnen, ehe sie von Maria Höfl-Riesch noch vom Podest gestürzt wurde.

Gut wollte sowieso lieber Gold. Die Enttäuschung darüber, dass es nun gar keine Medaille gab, hält sich bei ihr in Grenzen: «Jemand muss Vierte werden. Und ich kenne dieses Gefühl bereits.» Tatsächlich schrammte das Schweizer Speed-Girl an einem Grossanlass schon knapp an einer Medaille vorbei. Bei der WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen wurde Gut sowohl in der Abfahrt wie auch im Super-G Vierte.

Schwierige Pistenverhältnisse

Die warmen Temperaturen in Rosa Chutor, im Ziel herrschten auch am Samstag beinahe 10 Grad Celsius, taten der Piste erneut nicht gut. Von den ersten acht Fahrerinnen schieden sieben aus. Auch gut hatte vor allem gegen Ende des Rennens ihre Probleme. «Ich sah die vielen Stürze am Fernsehen. Im Zielhang konnte man zwischen den Toren kaum zu einem Schwung ansetzen, weil die Piste sehr wässerig war.»

Gut glaubt, dass auch beim Frauen-Riesenslalom am Dienstag das gleiche Problem auf sie zukommen wird. «Wenn die Piste beim 1. Lauf um 11 Uhr schon so weich ist, wird sie beim 2. Durchgang um 15 Uhr wieder sehr wässrig sein. Da müssen sich die Organisatoren etwas einfallen lassen.» Das haben sie sich bereits für den Männer-Super-G vom Sonntag. Weil es wieder sehr warm wird, ist der Start um eine Stunde vorgezogen worden. Das Rennen beginnt um 10 Uhr.

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