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Kinostarts der WocheJennifer Lopez so gut wie schon lange nicht mehr

Das tatsachenbasierte New Yorker Stripper-Drama «Hustlers» zeigt J.Lo in schauspielerischer Bestform – ab Donnerstag im Kino.

von
Mohan Mani
«Hustlers»-Kinotrailer

Tatsachenbasiertes New Yorker Stripper-Drama mit J.Lo in schauspielerischer Bestform.

Im New York des Jahres 2007 liegt das Geld noch auf der Strasse … beziehungsweise in den Stripclubs. Denn Abend für Abend strömen die Wall-Street-Bürogummis ins angesagteste Lokal: Ramona (Jennifer Lopez) ist der Star des Clubs. Sie kennt jede Pose, jeden Trick und jeden Kniff, um den Geschäftsleuten den letzten Dollar aus der Tasche zu ziehen. Als die unerfahrene Destiny (Constance Wu) neu ins Team kommt, nimmt sie Ramona unter ihre Fittiche. Und gemeinsam starten sie so richtig durch. Bis zum grossen Börsen-Crash von 2008, der von einem Tag auf den anderen das ganz grosse Business in sich zusammenstürzen lässt.

Faszinierende Scheinwelt

Einen Grossteil seiner Faszination schöpft das Stripper-Drama «Hustlers» nicht nur aus der Ironie und dem Handlungsmilieu mit all' seinen Eigenheiten, sondern auch dank der Erzählung in Form einer langen Rückblende. So interviewt die Journalistin Elizabeth (Julia Stiles) die Ex-Stripperin Destiny und lässt manches Ereignis nachträglich in einem anderen Licht erscheinen. Obschon Constance Wu die weibliche Hauptrolle spielt, gilt die ganze Aufmerksamkeit Jennifer Lopez, die als Oberstripperin Ramona eine schauspielerische Bestleistung wie schon lange nicht mehr abliefert. Dank der Präsentation in schicken Bildern und mit coolem Sound verfällt man als Zuschauer ziemlich schnell dieser Scheinwelt, in der starke Frauen das Sagen, und penis-gesteuerte Männer das Zahlen haben.

Ebenfalls ab Donnerstag neu im Kino: «21 Bridges»

Als zwei Polizistenmörder mit 50 Kilogramm Kokain in der Tasche fliehen, werden sie vom NYPD-Detective Andre Davis (Chadwick Boseman) erbarmungslos gejagt. Um die Killer zu stoppen, ordnen die Behörden die sofortige Schliessung aller 21 Brücken an, die nach Manhattan führen. Doch noch immer weiss Harris nicht, wen er denn da genau verfolgt.

Schiessfreudiger Actionreisser

Nach einem starken Filmbeginn verkommt dieses Cop-Drama immer mehr zum schiessfreudigen Actionreisser, dessen arg konstruierte Handlungsauflösung immer weniger interessiert. Daran kann auch J.K. Simmons in seiner Rolle als Polizei-Captain nicht mehr viel ändern.

Mehr Kino-Infos am Donnerstag in der «20 Minuten»-Printausgabe.

«21 Bridges»-Kinotrailer

Auf der Jagd nach zwei flüchtigen Cop-Killern.

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