Jens Lehmann: «Werde dieses Spiel ins Grab mitnehmen»

Aktualisiert

Jens Lehmann: «Werde dieses Spiel ins Grab mitnehmen»

Jens Lehmann war nach seiner Roten Karte gegen Barcelona die tragische Figur des Champions-League-Finals. Der deutsche Natigoalie haderte auch am Tag nach der Niederlage noch mit dem Schicksal: «Es ist natürlich sehr, sehr traurig. Es ist so ein schmaler Grat zwischen oben und unten.»

«Leider war es diesmal so, dass ich nur 20 Minuten mitspielen konnte», so Lehmann gegenüber Sport1.de. «Die Szene, in der er Barcelonas Starstürmer Samuel Eto'o von den Beinen holte, wollte der 36-Jährige nicht beschönigen. «Ich war etwas zu spät dran», gab er zu, wunderte sich aber, dass der Schiedsrichter abgepfiffen hat, «obwohl Giuly den Ball reingeschossen hat. Das hat mich überrascht, weil man da normalerweise Tor gibt. Ich habe nie das Ziel, einen Spieler zu foulen. Man muss in einer solchen Situation ja immer mit der Roten Karte rechnen.»

Lehmann ging nach dem Platzverweis schnurstracks auf die Tribüne, um sich das Spiel mit seiner Familie anzusehen. Auch in der Folge haderte Lehmann - der Bayerns Oliver Kahn um den Starterplatz in der deutschen Nationalelf ausgestochen hatte - mit dem Schiedsrichter. «Ich bin natürlich traurig, weil Barcelonas Ausgleichstor abseits war. Wenn man solche wichtige Entscheidungen in so einem Spiel gegen sich hat, muss man schwer kämpfen, um das auszugleichen.»

Immerhin fand Lehmann bei seinen Mitspielern halt: «Wir haben einen guten Teamgeist. In der Halbzeit haben alle zu mir gesagt, es war die richtige Entscheidung, weil kein Tor gefallen ist. Aber im Nachhinein war es wohl die falsche Entscheidung. Ich werde dieses Spiel wohl ins Grab mitnehmen.»

(mat)

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