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«Top Gear»-ModeratorJeremy Clarkson hatte Angst vor Krebs

Der geschasste «Top Gear»-Moderator spricht über den Tag, als er einen Produzenten schlug – er hat eine tragische Erklärung für sein Verhalten.

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Jeremy Clarkson äussert sich zu seinem Ausraster. Offenbar hatte der Moderator kurz zuvor einen Knoten auf seiner Zunge entdeckt.

Jeremy Clarkson äussert sich zu seinem Ausraster. Offenbar hatte der Moderator kurz zuvor einen Knoten auf seiner Zunge entdeckt.

Keystone/AP/Matt Dunham
«Zwei Tage vor dem Handgemenge teilte mir mein Arzt mit, dass der Knoten möglicherweise Krebs ist und sofort untersucht werden müsse», sagt Clarkson.

«Zwei Tage vor dem Handgemenge teilte mir mein Arzt mit, dass der Knoten möglicherweise Krebs ist und sofort untersucht werden müsse», sagt Clarkson.

Keystone/AP/Matt Dunham
Nun sei die Untersuchung abgeschlossen und alles in Ordnung: Der Knoten sei harmlos.

Nun sei die Untersuchung abgeschlossen und alles in Ordnung: Der Knoten sei harmlos.

Keystone/Koen van Weel

Nach einem Tumult mit einem «Top Gear»-Produzenten suspendierte die BBC ihr Aushängeschild Anfang März. Jeremy Clarkson hatte dem Produzenten einen Faustschlag verpasst, nachdem das Catering nicht rechtzeitig bereit stand. Mittlerweile ist bekannt, dass die Autoshow ohne Jeremy Clarkson weitergeführt wird. Ihn lässt die BBC vorläufig nur noch eine Quizshow moderieren.

Gegenüber der Sunday Times äussert sich Clarkson nun zum Tag des Zwischenfalls. Es sei der stressigste Tag seiner gesamten Karriere gewesen – zudem hatte der Moderator laut eigener Aussage zuvor eine erschreckende Nachricht von seinem Arzt erhalten.

«Alles ging schief»

Der 55-jährige Raucher war besorgt wegen eines Knotens auf seiner Zunge: «Zwei Tage vor dem Handgemenge sagte mir mein Arzt, dass der Knoten möglicherweise Krebs ist und sofort untersucht werden muss», sagt Clarkson. «Das Ganze war beunruhigend in dem Moment.» Vor wenigen Tagen habe sich nun glückerweise herausgestellt, dass der Knoten ungefährlich ist.

«Es war unglaublich anstrengend», erinnert sich das Enfant Terrible der BBC an den Tag, an dem er einen Produzenten schlug. «Es war er stressigste Tag, den ich in meinen 27 Jahren bei der BBC erlebt habe. Alles ging schief.»

Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls steckte Clarkson zudem mitten in einer Scheidung: «Nachdem ich mein Zuhause verloren hatte, stürzte ich mich in die Arbeit. Dann habe ich es geschafft, die auch noch zu verlieren», sagt Clarkson.

Über seine Zukunftspläne nach «Top Gear» äussert sich Clarkson nur sehr vage. Er scheint selber nicht zu wissen, wie es nach den «Clarkson, Hammond and May Live»-Shows weiter geht. «Ich habe mein Baby verloren, will aber ein neues machen», sagt er metaphorisch. «Ich weiss nicht, wer der andere Elternteil sein wird oder wie das Baby aussieht. Aber ich kann nicht nur rumsitzen und Fotos sortieren.»

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