Jerker Johansson neuer oberster Investment Banker der UBS
Aktualisiert

Jerker Johansson neuer oberster Investment Banker der UBS

Die Grossbank UBS hat Jerker Johansson (52) zum Leiter des Investment Bankings ernannt.

Die Sparte war seit Anfang Oktober von Konzernchef Marcel Rohner geleitet worden, nachdem Investment- Bank-Chef Huw Jenkins den Hut nehmen musste. Investment-Bank-Chef Huw Jenkins war damals zusammen mit Finanzchef Clive Standish zurückgetreten.

Von Morgan Stanley abgeworben

Johansson kommt von der US-Bank Morgan Stanley, wo er während insgesamt 22 Jahren tätig war, wie die UBS am Mittwoch mitteilte. Er wird seine Arbeit am 17. März in London aufnehmen.

Jerker begann seine Karriere bei Morgan Stanley 1985 als ein Summer Associate. Er stieg intern auf und hatte verschiedene Posten inne, einschliesslich Head of Equity Capital Markets, Europe, bevor er 1997 zum Chief Operating Officer der Institutional Equity Division Europe befördert wurde. Dort war er für die täglichen Tätigkeiten des Aktiengeschäfts zuständig und gehörte dem European Management Committee an. Von 2002 bis 2005 war er Leiter der europäischen Institutional Equity Division.

Rohner kann Doppelfunktion abgeben

Damit ist UBS-Chef Rohner die Doppelfunktion als CEO und Leiter des krisengeschüttelten Investment Bankings wieder los. Er hatte die Sparte Anfang Oktober zur Chefsache erklärt, als die Grossbank den ersten Milliardenabschreiber im Zuge der Kreditkrise bekanntgeben musste.

An der Börse bewegte die Nachricht vom neuen Investment-Chef Johansson die Anleger kaum. Die UBS-Aktie gab in der ersten Handelsstunde 2,2 Prozent ab; bedeutend mehr als der Swiss Market Index (SMI), welcher nur 0,8 Prozent nachgab. (scc) (sda)

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