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AbgeschossenJesko Raffin um Sieg geprellt

Der Zürcher Jesko Raffin (17) ging im Auftaktrennen der spanischen Moto2-Meisterschaft leer aus. In der letzten Kurve in Führung liegend wurde er abgeschossen.

von
sco

20 Minuten erreichte Jesko Raffin kurz nach dem Rennen am Handy. «Ich rege mich auf. Ich hätte sicher gewonnen», sagt den Kalex-Piloten. In der Tat überzeugte der 17-Jährige während des ganzen Rennwochenendes in Jerez. Am Samstag hatte er das Qualifying dominiert und sich überlegen die Pole-Position geholt. Auch im Rennen lief alles tadellos, Raffin vermochte sich abzusetzen und hatte schon nach zwei Runden zwei Sekunden Vorsprung.

Abgeschossen in der letzten Kurve

«Dann sah ich, dass Sebastian Porto hinter mir Boden gut machte. Also nahm ich etwas Tempo weg, um die Reifen zu schonen», so Raffin. Porto ging gar vorbei, doch Raffin vermochte ihm ohne Probleme zu folgen und rückte in der letzten Runde auf der Gegengerade die Dinge wieder zurecht. Als Führender fuhr Raffin in die letzte Kurve, wollte gerade herausbeschleunigen, als Porto, mit 35 Jahren eigentlich ein äusserst routinierter Fahrer, buchstäblich herangeflogen kam und ihn abschoss. Raffin und seine Kalex landeten im Kiesbett. Der Töff war nicht mehr fahrbar. Ironie der Geschichte: Porto bekam seine Maschine wieder flott und erreichte Platz 4! Gewonnen wurde das Rennen von Raffins Teamkollegen Edgar Pons, Sohn des ehemaligen Weltmeisters Sito Pons.

Ovationen der Fans

Raffin, der unverletzt blieb, wurde auf dem (Fuss-)Weg zurück in die Boxengasse von den Zuschauern gefeiert: «Das einzig Positive an diesem Rennen.» Später machte er sich mit reichlich Frust im Gepäck auf den Heimweg in die Schweiz. Das nächste Rennen der internationalen spanischen Meisterschaft findet am 8. Juni in Aragon statt.

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