Aktualisiert 08.09.2009 13:19

Autor provoziert«Jesus ist nicht Gottes Sohn»

Der Kinderbuch-Autor Philipp Pullman provoziert die Gläubigen. In seinem neusten Werk behauptet er, dass erst Apostel Paulus Fantasie Jesus zu Gottes Sohn machte.

Der britische Besteseller-Autor Philip Pullman vertäubt die Christen. Und dies nicht zum ersten Mal. Schon nach dem Erscheinen von «His Dark Materials» wurde die Romantrilogie von kirchlichen Gruppen scharf kritisiert. Der Vorwurf: Das Werk sei anti-christlich. Dies weiss The Daily Mail zu berichten.

Neue Provokation an Ostern

Nun erzürnt er die Gläubigen wieder, und zwar mit seinem neuen Buch «The Good Man Jesus and the Scoundrel Christ» («Der brave Mann Jesus und der Schuft Christus»). Das Buch, welches an Ostern 2010 erscheinen soll, erzählt Pullman die Geschichte Jesu und stützt sich dabei auf Figuren, Orte und Begebenheiten, wie sie in der Bibel beschrieben werden.

Laut dem Autor liest sich das Buch wie ein Mix aus einem Roman, einer Historie und einem Märchen: «Es ist auch eine Geschichte darüber, wie Geschichten eben zu Geschichten werden.» Und in Fall von «The Good Man Jesus...» sorgte laut Pullman Apostels Paulus rege Fantasie für ein bisschen mehr Farbe als Wahrheit.

Fantasievoller Apostel

Philipp Pullman: «Zu den Zeiten, als das Evangelium geschrieben wurde, hat Paulus begonnen, die Geschichte Jesu zu verändern und in etwas ganz anderes und aussergewöhnliches zu verwandeln. Und einiges davon fand den Weg ins Evagelium.»

«Paulus», so Pullman weiter, «war ein fantasievolles literarisches Genie.» Vermutlich habe keiner vor und keiner nach ihm die Geschichte mehr beeinflusst als er. Auch Jesus nicht.

David McGough, der Weihbischof des Erzbistums Birmingham, will davon nichts wissen: «Es gibt keine Beweise dafür, dass Paulus das Evangelium beeinflusst hat. Kein seriöser Religionswissenschaftler würde Pullmans Theorie vertreten.»

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