Jesus liebt Osama

Aktualisiert

Jesus liebt Osama

In Australien sorgt ein Kirchenplakat in Sidney für eine hochkontroverse Diskussion um Nächstenliebe: «Jesus liebt Osama», verkündet eine Tafel vor dem Gotteshaus. Viele Australier sind noch nicht soweit.

Der australische Premierminister John Howard kritisierte die Baptistenkirche in Sidney wegen des Schilds. Aber nicht nur der Premierminister, auch viele andere Australier ärgern sich über die Tafel. Trotz der Botschaft der Vergebung löste die Kirche mit dem Schild einen Proteststurm aus.

Unter dem Schild steht in kleiner Schrift, dass das Zitat aus Matthäus 5:44 stammt, wo es heisst: «Liebe deinen nächsten und bete für die, welche dich verfolgen.»

Der australische Premier entgegnete dem, dass die Kirche für die Verbreitung dieser Botschaft einen weniger stossenden Weg hätte suchen sollen. Und die Kirche solle sich «Gedanken über die Priorität von Gebeten» machen.

Die Baptisten denken vorerst nicht daran, das Schild zu entfernen. Der Sprecher der Baptisten sagte: «Osama bin Laden mag der grösste Terrorist der Welt sein. Wir aber sagen, dass Jesus jeden liebt, auch diesen Mann. Alles was wir tun, ist die Botschaft der Bibel zu wiederholen.»

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