Jet-Skis bald auf Schweizer Seen

Aktualisiert

Jet-Skis bald auf Schweizer Seen

Schon die Wakeboarder warfen hohe Wellen und lösten Proteste in Teilen der Bevölkerung aus. Jetzt will der Bundesrat Jet-Skis auf Schweizer Seen zulassen. Grund: Das Cassis-de-Dijon-Prinzip. Der Widerstand ist vorprogrammiert.

Der Bundesrat will Wassertöffs, so genannte Jet-Ski, auf Schweizer Seen zulassen. Denn mit dem Cassis-de-Dijon-Prinzip verpflichtet sich die Regierung, die im EU-Raum erlaubten Waren in der Schweiz zuzulassen. Dazu gehören auch die Wassertöffs, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Im Auftrag des Bundesrats musste das Bundesamt für Verkehr jetzt die Binnenschifffahrtsverordnung revidieren. Gemäss Entwurf gelten die Lärm verursachenden Wasser-Boliden «als Sportboote und nicht mehr als Vergnügungsschiffe».

Widerstand vorprogrammiert

Die Kantonsregierungen und andere Kreise erhalten die revidierte Verordnung in diesen Tagen zur Stellungnahme. Erste Reaktio­nen zeigen: Die Jet-Skis stossen auf Widerstand. Denn sie werfen nicht nur hohe Wellen und bedrohen so die Brutstätten diverser Wasservögel, sondern erzeugen auch eine erhebliche Lärmkulisse.

Und in Zürich beklagten sich wegen der Wakeboarder andere Sportler, etwa Ruderer, dass sie wegen des hohen Wellengangs ihren Sport nicht mehr in Ruhe ausüben können. Sie verlangten Sperrzeiten für die motorisierten Fun-Geräte. Dieser Zwist dürfte neue Nahrung erhalten: Auf den Seen herumkurven darf man mit Sportbooten, als die Jet-Skis gelten werden, eine Stunde nach Sonnenaufgang und bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang.

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