Chinesische Tennisspielerin – «Ich hoffe, sie ist sicher» – Federer äussert sich über vermisste Peng Shuai
Aktualisiert

Chinesische Tennisspielerin«Ich hoffe, sie ist sicher» – Federer äussert sich über vermisste Peng Shuai

Gegenüber dem TV-Sender Sky Italia hat sich Roger Federer am Samstag erstmals zum Fall der vermissten chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai geäussert. Sie hatte einem ranghohen Politiker sexuelle Misshandlung vorgeworfen.

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«Ich hoffe, sie ist sicher», sagt Roger Federer im italienischen TV.

«Ich hoffe, sie ist sicher», sagt Roger Federer im italienischen TV.

AFP
Dieser Post auf Twitter sorgt für neue Spekulationen. Ist Peng Shuai tatsächlich wohlauf? 

Dieser Post auf Twitter sorgt für neue Spekulationen. Ist Peng Shuai tatsächlich wohlauf?

via REUTERS
Diese drei Bilder wurden am Freitag veröffentlicht und zeigen Peng Shuai.

Diese drei Bilder wurden am Freitag veröffentlicht und zeigen Peng Shuai.

Twitter

Darum gehts

  • Roger Federer meldet sich erstmals im Fall der verschwunden Tennisspieler Peng Shuai zu Wort.

  • «Diese Nachrichten sind schon sehr beunruhigend», sagt der 40-Jährige.

  • Zuvor hatten sich schon andere Tennis-Stars geäussert.

  • Auf Twitter waren zudem Video und Bilder von Shuai aufgetaucht.

  • Für die Profi-Organisation WTA sind das aber keine Beweise für das Wohlergehen der Sportlerin.

Auch Tennis-Topstar Roger Federer hat seine Bestürzung über die verschwundene chinesische Tennisspielerin Peng Shuai ausgedrückt. «Diese Nachrichten sind schon sehr beunruhigend. Ich hoffe, sie ist sicher. Die Tennisfamilie steht zusammen», sagte der 40 Jahre alte Schweizer bei Sky Italia am Sonntag. «Ich hoffe sehr, dass es ihr gut geht», sagte der derzeit aufgrund einer erneuten Knie-Operation pausierende 20-fache Grand-Slam-Sieger. Er hoffe, dass man bald etwas von der 35-Jährigen hören werde.

Zuvor hatten zahlreiche aktuelle und ehemalige Top-Tennisprofis wie die Japanerin Naomi Osaka, US-Star Serena Williams, die einstige amerikanische Spitzenspielerin Chris Evert oder der serbische Weltranglisten-Erste Novak Djokovic ebenso wie Organisation und die US-Regierung ihre Besorgnis geäussert.

Twitter-Videos sorgen für Wirbel

Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin im Doppel, Peng Shuai, hatte Anfang November im sozialen Netzwerk Weibo Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen chinesischen Spitzenpolitiker veröffentlicht. Seither ist die Chinesin nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden.

Am Freitagabend veröffentlichte ein Journalist des staatlichen TV-Senders CGTN über seinen Twitter-Account Bilder des chinesischen Tennisstars. Wann und unter welchen Umständen die Bilder gemacht worden sind, liess sich zunächst nicht klären. Später folgten auch noch Videos.

Die Profi-Organisation WTA sieht in den aufgetauchten Videos keine Beweise dafür, dass es der 35-Jährigen gut gehe. «Dieses Video alleine ist nicht ausreichend», sagte WTA-Chef Steve Simon in einer Stellungnahme am Samstagabend. Die Videos, veröffentlicht von chinesischen Staatsmedien, scheinen Peng Shuai in einem Restaurant in Peking zu zeigen, meinte er. «Während es positiv ist, sie zu sehen, bleibt es unklar, ob sie frei ist und ihre eigenen Entscheidungen treffen kann», sagte Simon. Es werde damit nicht klar, ob sie ohne Zwang handeln könne.

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(dpa)

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