Aktualisiert 14.09.2016 07:51

Urs Fischer«Jetzt bin ich nicht mehr grün hinter den Ohren»

FCB-Trainer Urs Fischer spricht trotz einer nicht ganz gelungenen Premiere in der Champions League von einem «besonderen Gefühl».

von
E. Tedesco

FCB-Trainer Urs Fischer äussert sich zu seiner Premiere als Trainer in der Champions League. (Video: 20 Minuten)

Befragte man Urs Fischer am Montag vor dem Auftaktspiel in der Champions League nach seiner Gefühlslage vor seiner Premiere, fiel die Antwort relativ wenig emotional aus: «Ich freue mich nicht weniger, als gegen GC zu spielen», war zum Beispiel so eine Antwort des FCB-Trainers. Oder: «Ich bereite mich nicht anders vor als in der Meisterschaft auch.» Und dann lief Fischer doch noch in einen Konter.

«Wenn die Hymne ertönt, bekommt jeder Hühnerhaut», sagte Davide Callà, der neben seinem Chef den Fragenparcours der Journalisten zu bewältigen hatte. Der Mittelfeldspieler sah kurz zu Fischer neben sich und sagte spitzbübisch: «Ich denke, das wird auch beim Trainer so sein.»

Nachdem der FCB in der letzten Qualifikation an Maccabi Tel Aviv gescheitert war, kam Fischer nun am Dienstag mit einem Jahr Verspätung zu seiner Premiere in der Königsklasse. Sein Debüt hat er sich resultatmässig anders vorgestellt. «Wir hätten gern gewonnen, aber leider ist es nun anders rausgekommen.» Aus emotionaler Sicht kommt es aber zum Doppelpass. Denn Fischer nimmt die Vorlage von Callà vor seiner Premiere wieder auf.

Callà hatte Recht

Der FCB-Trainer sagt: «Er ist halt ein alter Hase und hat mehr Erfahrung als ich. Aber jetzt habe ich meine Feuertaufe hinter mir und bin nicht mehr so grün hinter den Ohren. Davide hatte wirklich Recht: Wenn man die Hymne hört, geht einem das wirklich unter die Haut. Und ich werde ihm später in der Kabine sagen, dass er wirklich den Nagel auf den Kopf getroffen hat.»

Ein perfekter Start war es nicht. Dafür hätte der FCB gewinnen müssen. Verloren sei aber auch noch nichts und deshalb sagt Fischer: «Ich glaube nicht, dass schon etwas entschieden ist. Es ist erst ein Spiel gespielt und wir können gegen Arsenal oder PSG einen Punkt holen oder sogar gewinnen.»

Die Aufgabe für den FCB wird schwieriger

Natürlich kann dieses erste Resultat noch korrigiert werden, schliesslich bleiben noch fünf Spiele in der Gruppenphase. Aber einfacher macht es die Sache nicht, wenn der FCB in der Königsklasse eine Runde weiterkommen will. Dafür muss er Erster oder Zweiter in der Gruppe werden.

Das hat Rotblau in der Champions League (aktueller Modus) bisher zweimal geschafft. Allerdings hat man in beiden Fällen gegen den auf dem Papier schwächsten Gruppengegner zu Hause immer drei Punkte geholt. Das war in der Saison 2014/15 gegen Ludogorez und auch 2011/12 gegen Otelul Galati so.

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