Nach der ESC-Überraschung: «Jetzt brauche ich erst einmal eine Massage»
Aktualisiert

Nach der ESC-Überraschung«Jetzt brauche ich erst einmal eine Massage»

Die Nacht war kurz. Doch Mama ist stolz und die Genugtuung gross. 20 Minuten Online traf Anna Rossinelli zum ersten grossen Interview nach dem Finaleinzug.

von
Niklaus Riegg
Düsseldorf

Herzliche Gratulation zum Finaleinzug! Wie geht es dir?

Anna Rossinelli: Gut, aber ich bin schon noch etwas müde. Ich habe etwa zwei Stunden geschlafen und fühle mich auch entsprechend. Aber ich bin ja noch jung – und brauche nicht so viel Schlaf.

Wo habt ihr gestern gefeiert?

Wir waren im Salon des Amateurs, passender Name, oder? (lacht) Es war eine coole Bar, aber so viel von innen habe ich nicht gesehen, wir standen die ganze Zeit draussen.

Gabs Champagner?

Ich mag keinen Champagner. Für mich gab es Gin Tonic.

Wann gings nach Hause?

So um vier. Ich war zu müde, um noch länger zu feiern. Aber das werde ich nachholen.

Wie hast du gestern Abend erlebt?

Es ist alles genau so gelaufen, wie ich es mir erhofft habe, es war wie im Traum. Als schon fünf Nationen weitergekommen waren, glaubte ich nicht mehr so recht daran. Um so grösser war danach die Freude.

Warum glaubst Du, dass Du es geschafft hast?

Das musst du die Menschen fragen, die für mich angerufen haben. Aber ich glaube, dass der Funken übergesprungen ist und die Leute die Qualität gesehen haben. Ich habe gut gesungen und wir haben die Show gemacht, die wir immer gemacht haben. Es ist schön, dass die Menschen noch hören, was schön ist.

Heute Morgen hattest Du schon einen Termin bei der ARD.

Ja, ich musste um acht Uhr aufstehen.

Hättest Du lieber ausgeschlafen?

Klar!

Am Abend geht es zu «TV Total».

Ja, ich lass mich überraschen. Stefan Raab ist wohl nicht da. Ich hätte gerne mit ihm zusammen gesungen.

Aber er hat dir nach dem Weiterkommen gestern gratuliert.

Ja, er hat mich umarmt und ich glaube er fand es cool, dass ich weitergekommen bin. 'So, jetzt können wir uns gegenseitig unterstützen', meinte er. Ich hatte das Gefühl, das war ehrlich gemeint.

Wirst du für das Finale etwas ändern?

Ich habe noch ein zweites Kleid dabei!

Wie sieht es aus?

Schwarz, auch mit Pailletten. Eher schlicht. Das ist ja das, was mir gefällt. Jetzt muss ich aber abklären, ob ich das überhaupt anziehen kann, wegen dem Licht.

Was rechnest du dir fürs Finale aus?

Schon der Finaleinzug war ein Sieg für uns. Alles, was jetzt kommt, ist ein Supplément. Top Ten wäre voll geil. Und zum Gewinn sage ich natürlich auch nicht nein! Aber da mache ich mir jetzt keinen Stress. Ich werde alles geben.

Deine Mutter ist auch da. Ist sie stolz?

Ja, sehr!

Bleibt sie jetzt bis Sonntag?

Nein, sie geht wohl wieder nach Hause. Ich weiss nicht, ob sie noch einmal kommt. Aber das wäre nicht so schlimm für mich – meine Mutter ist sowieso immer bei mir.

Was machst du als Nächstes?

Erst schaue ich meinen Auftritt. Und dann brauche ich eine Massage.

Vielen Dank für das Interview und alles Gute für das Finale!

Danke!

Eurovision Song Contest vom 10.05.2011

Anna Rossinellis Auftritt.

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