Aktualisiert 21.10.2011 12:09

Brandserie in Biel

Jetzt brennen die Autos bereits am Tag

Die unheimliche Brandserie in Biel geht weiter: Am Donnerstag haben Unbekannte zwei Autos angezündet. Es sind bereits die Anschläge Nummer 41 und 42. Erstmals schlugen die Brandstifter am Tag zu.

von
amc
Drei von rund 40 Autos, die bisher in Biel angezündet wurden. Von der Täterschaft fehlt noch immer jede Spur.

Drei von rund 40 Autos, die bisher in Biel angezündet wurden. Von der Täterschaft fehlt noch immer jede Spur.

Biel kommt nicht zur Ruhe: Seit letztem Herbst wurden 40 Fahrzeugbrände registriert. Nun haben am Donnerstag drei weitere Autos gebrannt, wie die regionale Staatsanwaltschaft und die Berner Kantonspolizei am Freitag mitteilten. Ob ein Zusammenhang zwischen den aktuellen Fällen und den bisherigen besteht, ist gemäss den Behörden noch offen. Unbestritten ist, dass es Brandstiftung war.

Zunächst brannte am späten Donnerstagnachmittag ein an der Elise- Wysard-Strasse abgestelltes Auto. Wenig später brannte am Längfeldweg ein Lastwagen und dann auch noch ein Lieferwagen an der Johann-Verresius-Strasse. Die Feuerwehr konnte die Brände rasch löschen, es entstand jedoch Sachschaden. Der Gesamtschaden belief sich bereits vor den aktuellen Bränden auf mehrere 100 000 Franken.

Vom Täter oder den Tätern fehlt bisher jede Spur. Die Täterschaft scheint sich die Autos zufällig auszusuchen, jedenfalls brannten bisher Fahrzeuge verschiedener Marken und Preisklassen. Die Behörden haben inzwischen eine Belohnung von 5000 Franken ausgesetzt für Hinweise, die zur Klärung der unheimlichen Brandserie führen. Die Polizei patrouilliert zudem regelmässig in den Quartieren. Insbesondere im Bözingen-Quartier wurden bisher immer wieder Brände gelegt. Die Täterschaft agierte bisher in der Nacht. «Zum ersten Mal hat es nun tagsüber gebrannt», sagte Nicolas Kessler, Sprecher der Berner Kantonspolizei, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. (amc/sda)

Zeugen gesucht

Die Kantonspolizei Bern bittet Zeugen, sich zu melden: 032 344 51 11.

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