Wiedereröffnung: Jetzt darf man im Bahnhof Basel SBB wieder unten durch
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WiedereröffnungJetzt darf man im Bahnhof Basel SBB wieder unten durch

Die Passerelle im Basler Bahnhof SBB ist zu Stosszeiten überfüllt. Um das Nadelöhr zu entlasten, wird am Freitag die Unterführung wieder geöffnet, die seit 2003 geschlossen war.

von
Elodie Kolb
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Die alte Unterführung des Basler Bahnhofs SBB soll ab Freitag wieder offen sein.

Die alte Unterführung des Basler Bahnhofs SBB soll ab Freitag wieder offen sein.

SBB/Georgios Kefalas
Aufgrund des hohen Personenaufkommens in der Passerelle, soll diese Massnahme insbesondere während der Rushhour zum Einsatz kommen.

Aufgrund des hohen Personenaufkommens in der Passerelle, soll diese Massnahme insbesondere während der Rushhour zum Einsatz kommen.

KEYSTONE
Geöffnet wird der Durchgang nur als Ab- und Ausgang und jeweils nur für ein Perron.

Geöffnet wird der Durchgang nur als Ab- und Ausgang und jeweils nur für ein Perron.

SBB CFF FFS

Darum gehts

  • Am Freitag wird die alte Unterführung am Bahnhof SBB wieder in Betrieb genommen.
  • Dies wurde nötig aufgrund des hohen Personenaufkommens in der Passerelle.
  • Für die Zukunft werden diverse weitere Zugänge zu den Gleisen diskutiert.

Die Passerelle des Basler Bahnhofs SBB ist für viele Zugreisende ein Ärgernis, denn besonders während der Stosszeiten ist sie überfüllt. Um den 2003 eröffneten oberirdischen Zugang zu den Gleisen zu entlasten, wird am Freitag die alte Unterführung wieder in Betrieb genommen, die damals zum Kanal für die Servicedienste im Bahnhof umfunktioniert wurde.

Geplant ist, die Unterführung während der Rushhour für Bahnreisende zu öffnen, also zwischen 6.30 und 9 Uhr sowie von 16.30 bis 19 Uhr. Während dieser Zeiten werden 48 Prozent des gesamten Passagieraufkommens bewältigt. Eingesetzt wird die Unterführung jedoch nur als Ab- und Ausgang. Dennoch rechnen die SBB mit einer starken Entlastung der Passerelle. Da die Unterführung weiterhin von Servicediensten genutzt wird, wird der Abgang jeweils nur für einen Perron geöffnet.

2,1 Millionen Franken hätten der Umbau und die Anpassung der Unterführung für die Wiederinbetriebnahme gekostet. Die Arbeiten für den Umbau und die Anpassung zur Wiederinbetriebnahme der Unterführung haben 2019 begonnen, die Eröffnung war für April dieses Jahres angesetzt. Aufgrund des Lockdown musste diese jedoch verschoben werden und findet nun am Freitag statt.

Weitere Zugänge in Planung

Dabei handle sich jedoch nur um eine Übergangslösung: Für die Zukunft diskutieren die SBB weitere Zugänge. Mit dem 130 Millionen teuren Neubau von zwei zusätzlichen Perrons bis 2030 und dem Ausbau der S-Bahn-Frequenz zwischen Basel und Liestal rechnen die SBB mit einer Zunahme des Personenverkehrs um bis zu 20 Prozent.

Aufgrund dessen sind zusätzliche Zugänge zu den Gleisen geplant. Darunter eine provisorische zweite Passerelle zwischen der Margarethenbrücke und der jetzigen Passerelle, die zwischen 2023 und 2025 entstehen soll. Bis 2035 sollen weitere definitive Zugänge hinzukommen. Zur Diskussion stehen auch eine neue Unterführung sowie neue Abgänge von der Margarethenbrücke aus.

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