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BernJetzt diskutiert auch Bern über Bettelnde

In Bern sind seit rund sechs Wochen mehr Bettler unterwegs. Diese reagieren oft ausfällig und werden aggressiv, wenn man ihnen kein Geld gibt. Vor allem die Rosen-Masche schüchtert viele Menschen ein.

von
Philip Salzmann
In Bern sollen sich Passantinnen und Passanten von Bettelnden bedrängt fühlen. 

In Bern sollen sich Passantinnen und Passanten von Bettelnden bedrängt fühlen.

Valérie Chételat, Biel

Nicht nur in Basel, auch in Bern mehren sich Meldungen von Problemen in Zusammenhang mit Bettelnden. Zahlreiche Berner Passantinnen und Passanten wurden in den vergangenen Wochen verbal attackiert. Vor allem mit der Rosen-Masche würden Menschen bedrängt, schreibt die «Berner Zeitung». Bei der Stadt hat man Kenntnis davon.Alexander Ott, Polizeiinspektor der Stadt Bern, sagt dazu: «Wir haben Bürgerinnen und Bürger, die nicht wussten, ob jetzt ein Angriff droht oder wie sie sich verhalten sollen. Als sie das Geschenk, die Rose, abgelehnt haben, wurde das Gegenüber relativ aggressiv.»

Wie Alexander Ott weiter ausführt, handle es sich dabei um organisierte Gruppen aus Osteuropa, die mit Bussen in Schweizer Städte fahren und hier ihr Glück versuchen. Einzelne täuschen mit Krücken auch Verletzungen vor. Die Stadtberner SVP fordert eine klare Lösung, Alexander Feuz, Fraktionschef der SVP Stadt Bern, sagt: «Das sind Leute, die nicht hier arbeiten, sondern sie betteln. Für mich ist klar, die Leute muss man wegführen. Das ist Sache der Polizei. Man muss sich überlegen, auf nationaler Ebene einen neuen Strafbestand einzuführen, aggressives Betteln.»

Katharina Altas von der Berner SP spricht sich hingegen voll gegen solche restriktiven Massnahmen aus. Sie setzt auf bestehende Dialogteams und Gassenarbeit auf der Strasse. Sie findet, Bettelnde seien ein Phänomen, mit dem man in Städten wie Bern und Basel rechnen muss. Die Fraktionschefin der Stadtberner SP sagt: «Die Bettelnden, um die es geht, sind aus Osteuropa. Ich nehme an, das hat was mit der Pandemie zu tun. Sie haben keine Einkünfte und betteln deswegen hier.»

Die Bettelnden aus Osteuropa werden häufig dazu gezwungen, Geld zu sammeln. Sie haben oft nichts vom Geld. Daher setzt die Stadt Bern zusammen mit dem Bund und dem Städteverband eine Arbeitsgruppe gegen Menschenhandel ein. Zusätzlich werden die Kontrollen in der Stadt verstärkt.



































NOW HEADLINEOrganisierti Bättlendi bedränged StadtbärnerNOW TITELBättelndi wärde dezue zwunge forsch vorzgoh..
OFF1Ned nor z Basel, au en Bärn mehred sech Mäldige vo Problem im Zämmehang mit Bättler. Zahlriichi Bärner Passante send i de vergangene Woche verbal attackiert worde. Vor allem mit de Rose-Masche wärde d Lüt bedrängt, schribt d Bärner Zytig. Bede Stadt het me Känntnis devo. OFFWie de Alexander Ott wiitr usfüehrt, handelt es sech debi um organisierti Gruppe us Oschteuropa, wo mit Büss in Schwyzeerr Städt fahred und doh ehres Glöck versueched. Einzelni tüüsched mit Krücke au Verletzige vor. D Stadtberner SVP fordert en klari Lösig. OFFD Katharina Altas vode Bärner SP spricht sech gäge söttigi reschtriktive Massnahme us. Sie setzt of bestehendi Dialogteams und Gassearbet of dr Stross. Sie fende, Bättelndi send es Phänomen, wo me en Städt wie Bärn und Basel eifach rächne müessti. OFFNed alli Bättelndi of de Stross händ betrügerischi Absichte. Die Bättelnde us Oschteuropa wärde hüfig dezue zwunge, Geld z sammle. Oft händ sie au nüt vom Gäld. Drom setzt d Stadt Bärn zämme metem Bund undem Städteverband en Arbetsgruppe gege Mönschehandel ii. Zuesätzlech wärde d Kontrolle ede Stadt verstärcht.

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