Angriff an Corona-Demo - Jetzt ermittelt die Polizei gegen den Flaschen-Schläger von Olten
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Angriff an Corona-DemoJetzt ermittelt die Polizei gegen den Flaschen-Schläger von Olten

Er schlug einem Gegendemonstranten eine Flasche über den Kopf. Nun wird er von Amtes wegen, wegen einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand angezeigt.

von
Lucas Orellano

An der Corona-Massnahmen-Demonstration in Olten wurde eine Person mit einer Flasche angegriffen.

20 Minuten

Darum gehts

  • Am Samstag wurde an einer Corona-Massnahmen-Demonstration ein Gegendemonstrant angegriffen und verletzt.

  • Das Kollektiv «Olten hält Abstand» kritisiert die Polizei und die Stadt scharf.

  • Die Polizei ermittelt nun von Amtes wegen gegen den mutmasslichen Flaschen-Schläger.

Der Flaschenangreifer der Corona-Massnahmen-Demo in Olten wird angezeigt. Das bestätigte die Kantonspolizei Solothurn auf Anfrage von 20 Minuten. Gegen ihn wird derzeit «nach Auswertung der bisherigen Erkenntnisse rund um den Vorfall und dem bislang bekannten Hergang» von Amtes wegen, wegen einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand ermittelt.

Zuvor waren Fotos und Videoaufnahmen des mutmasslichen Flaschenangreifers in den sozialen Medien veröffentlicht worden. Anhängerinnen und Anhänger der Gruppen, welche zur Gegendemonstration aufgerufen hatten, verlangten, dass die Polizei handle und der Mann bestraft werde.

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Dieser Mann ist im Video zu sehen, wie er auf einen Gegendemonstranten einschlägt.

Dieser Mann ist im Video zu sehen, wie er auf einen Gegendemonstranten einschlägt.

Twitter / @__investigate__

Scharfe Kritik an Polizei

Nach der Flaschenattacke vom Samstag in Olten hatte das Kollektiv «Olten hält Abstand» am Montag die Kantonspolizei Solothurn scharf kritisiert. Diese hatte zuvor mitgeteilt, die Situation sei «unübersichtlich und hektisch» gewesen. «Neue Aufträge» an die Polizeikräfte hätten es verunmöglicht, die Personalien festzustellen.

«Olten hält Abstand» schreibt dazu in einer auf Twitter veröffentlichten Stellungnahme: «Es ist für uns schwer nachzuvollziehen, dass die Polizei die Situation als unübersichtlich definiert. Auf den Videoaufnahmen scheint es, als hätte die Polizei vielfältige Handlungsmöglichkeiten und es stellt sich die Frage, wo die Polizei Prioritäten sieht. In unserer Ansicht ist es wichtiger, einen Menschen, der sich durch das Ausüben von schwerer Körperverletzung als Gefahr zeigt, anzuhalten.»

«Anlass verlief dynamisch»

Mit den Vorwürfen konfrontiert sagt Andreas Mock, Kommunikationschef der Kantonspolizei Solothurn: «Aus Sicht der Polizei verlief der Anlass dynamisch mit verschiedenen Provokationen. Das besagte, später aufgetauchte Video zeigt einen Teil des Vorfalls. Die Verletzung war von weitem gesehen zunächst unklar, ebenso Gegenstand und Umstände. Polizisten begaben sich vor Ort zu den Beteiligten. Die geschädigte Person wollte, laut eigenen Aussagen, mit der Polizei nichts zu tun haben.»

Die attackierte Person hat sich laut «Olten hält Abstand» in ärztliche Behandlung begeben. Ihr aktueller gesundheitlicher Zustand ist derzeit nicht bekannt.

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