Corona-Demo in ZürichZwei Personen festgenommen, 70 weggewiesen

Am Samstag findet eine Demo in Zürich statt, die sich gegen die Corona-Politik des Bundes und der Kantone richtet. Als Gäste sind der Satiriker Andreas Thiel und der Comedian Marco Rima eingeladen.

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Samstag, 19.9.2020

Ende der Veranstaltung

Die Veranstaltung in Zürich neigt sich dem Ende zu. Weil die Teilnehmer die Maskenpflicht nicht einhielten, griff die Polizei ein. Sie führte Kontrollen durch und trug Teilnehmer weg. Zu Ausschreitungen kam es jedoch nicht. Zwei Personen wurden vorübergehend in eine Polizeiwache gebracht, schreibt die Stadtpolizei Zürich in einer Medienmitteilung. Eine Verzeigung des Veranstalters wegen Nichteinhaltens der Bewilligungsauflagen werde geprüft. Wie der «Blick» berichtet, wurden 70 Personen weggewiesen.

Jetzt spricht Marco Rima

Marco Rima spricht unter Applaus der Demonstranten. Er fordert sie auf, keine Medien zu konsumieren. Die Politik habe die Bürger durch das Pandemie-Gesetz entmündigt. Dabei sei Corona gar nicht so gefährlich. «Wir haben alles schön mitgemacht.»

Er verstehe nicht, wieso die Experten des Bundesrates so viele Fehler machen konnten. Er selber habe sich im Internet informiert und dort bessere Ratschläge gefunden. «Meine Experten lagen immer richtig.»

Grundsätzlich sei es völlig falsch, Politik aufgrund von Prognosen zu machen. Es drohe keine Gefahr. «Niemand wird in den nächsten Monaten an Corona sterben.»

Journalisten angepöbelt

Ein Journalist der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA ist bei der Corona-Demo in Zürich angepöbelt worden.

Teilnehmerin abgeführt

Weil sich ein Teil der rund 500 Personen der Zürcher Corona-Demo vom Samstagnachmittag weigern, den Mindestabstand einzuhalten oder eine Maske zu tragen, ist die Polizei auf dem Platz aktiv. Eine erste Demo-Teilnehmerin wurde abgeführt.

Umzug zum Platzspitz

Rund 500 Teilnehmer sollen an der Demo sein. Ab 16 Uhr wollen sie zum Platzspitz ziehen, wo um 17 Uhr eine Schlusskundgebung stattfinden soll.

«Die ganze Corona-Sache wird immer unlogischer. Die Schüssel sollen die Menschen symbolisieren, die aktuell den Kopf einfach ausschalten und ihren Verstand nicht mehr gebrauchen», erklärt diese Teilnehmerin ihre Kopfbedeckung.

Corona-Rebell

Mittlerweile hat ein weiterer «Corona-Rebell» die Bühne betreten. Er sagt: «Viele von euch haben viel Zeit investiert die Wahrheit zu finden. Ich bin super sicher, dass ihr euch viel mehr mit der Wahrheit auseinandergesetzt habt, als der Security im Zug, der von uns verlangt eine Maske zu tragen.» Er spricht von Angriffen von Maskenträgern gegenüber den Masken-Verweigerern.

Vom Bundesrat verlangt der Aktivist, dass er sich von beiden Seiten beraten lassen soll. Den Bundesräten wird vorgeworfen, sich hinter geschlossenen Türen getroffen zu haben.

Polizeikontrollen

Da der Mindestabstand immer noch nicht eingehalten wird, schreitet nun die Polizei ein. «Wir werden gleich anfangen, Personenkontrollen durchzuführen», kündet ein Sprecher der Polizei an. Man müsse damit rechnen, vom Platz verwiesen zu werden.

Polizei stellt Ultimatum

Die Polizei unterbricht die Veranstaltung und weist daraufhin, dass entweder eine Maske getragen oder der Mindestabstand von 1,5 Metern «zwingend eingehalten» werden muss, ansonsten werden Personenkontrollen durchgeführt und die Demonstration allenfalls aufgelöst. Nach einigen Buhrufen geht die Veranstaltung aber weiter. Die Polizei beginnt nun mit den Kontrollen. Der Polizeisprecher vor Ort: «Sie müssen mit Verzeigungen rechnen»:

Polizei droht mit Platzverweisen

In Zürich findet derzeit eine Demonstration von Corona-Skeptikern statt. Diese halten sich nicht an das geltende Recht.

Stasi-Vergleich

Thiel kritisiert das BAG scharf. Er ist der Meinung, man werde in der Schweiz dazu aufgerufen, jene zu denunzieren, die sich nicht so verhalten wie alle. Er zieht mehr als einmal einen Vergleich zur Stasi während DDR-Zeiten. «Die politische Ausbildung von Alain Berset erinnert mich ans Stasi-Handbuch», so Thiel.

Andreas Thiel

Der bekannte Schweizer Satiriker steht auf der Bühne und teilt seine Eindrücke über die Zeit während des Corona Lockdowns. Zuvor rief die Polizei nochmal dazu auf, Abstand zu halten und Maske zu tragen. Die wenigsten Teilnehmer tragen eine.

Demo in Konstanz

Die Organisatoren der heutigen Demo kommen nun auf die geplante Demonstration im Oktober in Konstanz zu sprechen. Man wolle möglichst viele Personen über die Grenze bringen. Die Problematik um das Coronavirus betreffe nicht nur die Schweiz, sondern die ganze Welt.

Abstand einhalten

Bis jetzt läuft die Demo friedlich. Die Veranstalter weisen noch einmal darauf hin, dass man 1,5 Meter Abstand einhalten solle. Und, dass Personen, die Maske tragen möchte, Maske tragen sollen.

Die Stadtpolizei ist mit einem grösseren Aufgebot und so genannten «Dialog-Teams» vor Ort, welche mit den Demonstranten das Gespräch suchen. Als ein Polizist die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ein Megafon auf die Sicherheitsmassnahmen – Maskenpflicht oder Abstand, aufmerksam macht – wird er ausgepfiffen.

Rund 500 Personen vor Ort

Die Demonstration gegen die aktuell vorherrschenden Corona-Massnahmen startet pünktlich um 13.30 Uhr. Auf dem Turbinenplatz haben sich bereit um die 500 Menschen versammelt. Zahlreiche Personen haben Banner und Plakate dabei. In der Eröffnungsrede rufen die Verantwortlichen dazu auf, sich gegen die aktuellen Massnahmen aufzulehnen und «den gesunden Menschenverstand» zu gebrauchen.

Kommt es zum Crash?

Neben dem Bürgerforum Schweiz will auch die Revolutionäre Jugend Zürich auf die Strasse gehen - für eine Gegendemo.

Die Stadtpolizei hat ihre Präsenz ebenfalls angekündigt:

Das sagt Thiel im Vorfeld

Neben dem Bürgerforum rufen zahlreiche weitere Organisationen zur Teilnahme an der Demo auf. Als Gäste sind Comedian Marco Rima und Satiriker Andreas Thiel angekündigt.

Thiel wird auf dem Turbinenplatz eine Rede halten und sagt: «Ich werde einfach das tun, was sonst fast nicht mehr möglich ist: frei reden.» Negative Reaktionen fürchtet er nicht, denn wer dies tue, habe aufgehört, frei zu sein. «Wenn frei zu reden eine Selbstkasteiung darstellt, befinden wir uns in einer Diktatur», sagt Thiel auf Anfrage am Donnerstag weiter.

Corono-Politik des Bundes

Der ehemalige Zürcher SVP-Gemeinderat Daniel Regli ruft mit seinem Bürgerforum Schweiz dazu auf, am Samstag auf dem Turbinenplatz zu erscheinen, um die «Corona-Politik des Bundes und der Kantone zu stoppen». Das Bürgerforum wehre sich explizit gegen «den immer bizarrer werdenden Maskenzwang, die Absicht des Bundesrates, die Schweizer Corona-Politik bis Ende 2021 weiterhin diktierend per Notrecht zu führen».

Ausserdem wirft Regli dem Bundesrat vor, er verweigere die öffentliche Diskussion über die grundsätzliche Verhältnismässigkeit und der Bundesrat und die Fachleute des BAG würden gut abgeschottet in ihren «Elfenbeintürmen» bleiben.

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Ungarn heute

20.09.2020, 19:31

„Ungarn meldet Rekordwert bei Infektionen“

Ungarn heute

20.09.2020, 19:27

„Ungarn meldet Rekordwert bei Infektionen - In Ungarn sind erstmals mehr als 1000 Menschen innerhalb von 24 Stunden positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Krisenstab der Regierung gab den Rekordwert mit 1070 an. Sechs Menschen starben in den letzten 24 Stunden an den Folgen von Covid-19. Seit Beginn der Pandemie im März starben in dem Zehn-Millionen-Einwohner-Land 683 Menschen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Infektionen steigt in Ungarn seit Ende August stark an. Experten führen dies auf das sorglose Verhalten der Bevölkerung in den Sommermonaten zurück, als für das Land ein schwaches Infektionsgeschehen kennzeichnend war.„

Deutschland

20.09.2020, 19:23

„ Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat erneut deutlich die Schwelle von 2000 übersprungen und den höchsten Wert seit Ende April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2297 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekannt gab.“