Black Friday – Händler ziehen Zwischenbilanz

Black FridayHändler ziehen Zwischenbilanz

Heute ist Black Friday. Konsumentinnen und Konsumenten reissen sich in den Läden und in Onlineshops um Rabatt-Aktionen. Alle News rund um die heutige Schnäppchenjagd erfährst du hier im Ticker.

von
Dominic Benz
Barbara Scherer

Hier kannst du die ganze Sendung nachschauen.

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Freitag, 26.11.2021

Zwischenbilanz bei Interdiscount und microspot.ch

Auch bei Interdiscount und microspot.ch ist man erfreut über das Black Friday Geschäft. Der Ausverkauf sei auch dieses Jahr wieder sehr beliebt bei den Kundinnen und Kunden, wie Mediensprecherin Salome Balmer bestätigt. Man sei zuversichtlich, dass der Rekord aus dem Vorjahr erneut überholt werden könne.

Die beliebtesten Produkte bei Interdiscount seien das Halbtax zum halben Preis (fast ausverkauft), der Laptop HP Envy x360, der HP Omen (Desktop) swoie das Samsung S20 FE gewesen. Bei microspot.ch am beliebtesten: Monitore, Licht, Massagegeräte, Baby (Windeln), Parfum, Sport, Kopfhörer, IT Hardware und TV-Geräte.

Zwischenbilanz bei Digitec Galaxus

Bei Digitec Galaxus zeigt man sich zufrieden mit dem Black Friday. Bereits 40 Prozent aller Deals seien ausverkauft. Den Umsatzrekord für einen Black Friday, der 2020 aufgestellt worden war, werde man jedoch kaum brechen können. In den Shops hatte man etwa 2.5-mal so viele Sessions wie an einem gewöhnlichen Freitag.

Abstriche musste man bei den Grafikkarten machen: wegen der aktuellen Halbleiterknappheit gab es in diesem Bereich keine Aktionen zum Black Friday. Das Angebot sei viel kleiner als die Nachfrage, wodurch viele Modelle zurzeit nicht erhältlich seien.

Webseiten

Was auffällt: Bisher ist nichts von Überlastungen von Webseiten der Händler bekannt. Die Server scheinen die Rabattschlacht bisher gut verdaut zu haben. So sieht es momentan zumindest in der Schweiz aus.

Tipps und Tricks

Wer am Black Friday auf Shoppingtour ist, sollte unbedingt die Preise vergleichen. «Nur so kann man sicherstellen, dass es sich wirklich um ein Schnäppchen handelt», sagt Retailexperte Julian Zrotz. Wer die besten Deals machen will, sollte zudem online einkaufen und das am besten um Mitternacht.

Kritik auf Social Media

Auf den sozialen Medien rufen immer wieder Leute zum Boykott des Black Friday auf. Es werde unsinnig und zu viel konsumiert, sagen kritische Stimmen. Wer sparen wolle, solle einfach nichts kaufen, schreibt eine Twitter-Userin.

Dabei gibt es aber auch Kritik am Boykott. Es sei ein Privileg, wenn man den Schnäppchentag boykottieren kann, schreibt eine andere Userin auf Twitter. Denn Menschen mit wenig Einkommen sind oft auf günstige Angebote angewiesen.

London

In London sieht es ähnlich aus wie in den New York. Kundinnen und Kunden müssen vor dem Eingang des Ladens John Lewis & Partners anstehen.

REUTERS

Eine Londoner Konsumentin hat zugegriffen schleppt Einkaufstaschen:

REUTERS

Shopping-Tempel

Schnäppchenjägerinnen und -jäger stürmen schon vor Mitternacht den Shopping-Tempel Macy's in Manhattan.

REUTERS

USA

In den USA bringen sich die Menschen für den Black Friday in Stellung, wie hier in New York. Schon vor Mitternacht stehen Konsumentinnen und Konsumenten etwa bei der Filiale des Elektronikhändlers Best Buy Schlange.

REUTERS

REUTERS/Jeenah Moon

REUTERS/Jeenah Moon

REUTERS

Impressionen aus Bern

In Bern sind viele Shopperinnen und Shopper unterwegs. Das zeigen Bilder aus der Altstadt.

20min/Simon Glauser

20min/Simon Glauser

20min/Simon Glauser

Spenden statt profitieren

Beim Buchhändler Orell Füssli macht man zwar mit beim Black Friday, aber dann wiederum doch nicht so ganz. Denn man gewährt zwar 20 Prozent Rabatt, stellt den Kundinnen und Kunden aber frei, das gesparte Geld zu spenden, statt einzusacken. Wie reagiert die Kundschaft? «Es sind über 50 Prozent, die spenden», sagt Füssli-Sprecherin Christine Roth zu 20 Minuten.

20% Rabatt behalten oder spenden bei Orell Füssli

(Video: Stefan Lanz, Lena Wilczek, Philip Salzmann)

Rausch im Netz

Bei Digitec Galaxus ist man bisher zufrieden mit dem Black Friday. «Bereits kurz nach Mitternacht waren die ersten Produkte ausverkauft», heisst es in einer Mitteilung von Digitec Galaxus. Besonders beliebt bei seien Notebooks, PCs, Bildschirme und Smartphones. Auch Lego-Sets seien bei Galaxus der Renner. Ebenso griffen die Geniesserinnen und Geniesser zu: Wein und Schoggi waren innert kurzer Zeit vergriffen.

«Der Onlineboom, den die Pandemie verstärkt hat, scheint weiter anzuhalten – auch am Black Friday: Bezüglich Website-Zugriffen, Bestellungen und Umsatz liegen wir auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr», schreibt der Onlinehändler.

Eine Überlastung der Webseiten gab es zwar nicht. Aber: «Der Ansturm kurz nach Mitternacht war enorm - und unsere Systeme hatten daran zu beissen», schreibt der Händler.

«Grosseinkäufe lohnen sich»

Auf den Schweizer Shoppingmeilen sind heute richtig viele Leute unterwegs. 20 Minuten war in Bern und Basel unterwegs und hat mit den Schnäppchenjägern gesprochen. «Es lohnt sich viel mehr am Black Friday Grosseinkäufe zu machen», sagt etwa Michael. Beatrice brauchte dringen ein paar Sachen und hat die Rabattschlacht genutzt, um günstiger an die Ware zu kommen.

(Video: 20min)

Freitag verzichtet auf Sale

Der bekannte Schweizer Taschenhändler Freitag macht nicht mit am Black Friday. Stattdessen schliesst Freitag gleich den ganzen Onlineshop für einen Tag. Wer auf die Homepage geht, wird sofort auf eine Tauschplattform umgeleitet. «Der Black Friday ist das Symbol für Überkonsum und Ressourcenverschwendung», sagt Medienverantwortliche Elisabeth Isenegger. Es sei darum wichtig, dass Unternehmen Position beziehen.

Live

20 Minuten ist am Black Friday live mit dabei. In unserem Studio zu Gast sind ab 12.15 Uhr Experte Julian Zrotz von blackfridaydeals.ch und Interdiscount-CEO Pierre Wenger. Sie beantworten alle Fragen rund um die grosse Schnäppchenschlacht. Ebenfalls schalten wir auf die Strassen und ins Glattzentrum, um zu sehen, wo die Konsumentinnen und Konsumenten in den Läden zuschlagen.

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Bist du heute auf Schnäppchenjagd? Was kaufst du? Schick uns ein Bild deiner Shoppingschätze auf wirtschaft@20minuten.ch!

Post erwartet Paket-Rekord

Für die Schweizer Post ist der Black Friday eine grosse Herausforderung. Schliesslich eröffnet der Schnäppchentag die Vorweihnachtszeit. Das bedeutet hohe Paketmengen. Bereits bewege sich der Tagesschnitt wieder über der Millionengrenze, wie es in einer Mitteilung heisst. «Wir gehen davon aus, dass wir 2021 erstmals über 200 Millionen Pakete sortieren und zustellen», sagt Johannes Cramer, Leiter Logistik-Services der Post. Das wäre ein neuer Rekord. 2020 hat die Post 191 Millionen Pakete verteilt.

Run auf TVs in Brasilien

In Brasilien ist der Black Friday schon in vollem Gang: In Sao Paulo stürzten sich die Schnäppchenjäger bereits gestern zu Haufen auf günstige Fernseher in einem Laden.

AFP/Nelson Almeida

Amazon in England blockiert

In Grossbritannien demonstriert die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion bereits in den frühen Morgenstunden gegen den grossen Shoppingtag. Mitglieder blockieren den Eingang eines Amazon-Verteilzentrums in Tilbury, Essex.

Ian West/PA Wire/dpa

Zusätzlich haben die Demonstrierenden eine riesige Figur von Amazon-Chef Jeff Bezos aufgestellt, die auf einer Rakete sitzt. Darauf steht: «Bis zur Ausrottung und noch viel weiter».

Reuters / Henry Nicholls

Black Friday auf Tiktok

Auf Tiktok kursieren bereits einige Videos zum Black Friday. Auch von Schweizer Usern:

Detailhändler bereiten sich vor

Auch die Mitarbeitenden des hiesigen Detailhandel bereiten sich mental auf den grossen Shoppingtag vor, wie dieses Tiktok-Video zeigt:

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