Smartphone-Bank: Jetzt gibts das N26-Konto auch in der Schweiz
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Smartphone-BankJetzt gibts das N26-Konto auch in der Schweiz

Trotz Bedenken wegen Phishing-Angriffen und schwachen Kundendiensts wagt die deutsche Smartphone-Bank N26 den Schritt in die Schweiz.

von
rkn
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Ab sofort können Schweizer ein N26-Konto eröffnen.

Ab sofort können Schweizer ein N26-Konto eröffnen.

20 Minuten/rkn
Die Bank steckt quasi komplett in der App. Von der Eröffnung bis zur Saldierung ist alles aufs Smartphone ausgerichtet.

Die Bank steckt quasi komplett in der App. Von der Eröffnung bis zur Saldierung ist alles aufs Smartphone ausgerichtet.

N26
Kunden können laut N26 mit der Mastercard gratis bezahlen – und zwar in jeder Währung.

Kunden können laut N26 mit der Mastercard gratis bezahlen – und zwar in jeder Währung.

N26

Die deutsche Smartphone-Bank N26 ist in den Schweizer Markt eingetreten. Seit Dienstagabend können Kunden hierzulande ein Eurokonto eröffnen. Das Angebot richtet sich an Kunden, die regelmässig in die EU reisen oder nahe der Grenze leben, wie das Unternehmen mitteilt.

N26 wirbt damit, dass die Eröffnung des Kontos kostenlos und fünf Bargeldbezüge pro Monat gebührenfrei seien. Zudem gebe es keine Fremdwährungsgebühren für Kartenzahlungen, egal in welcher Währung. N26 unterstützt Apple Pay.

Phishing-Angriffe und schwacher Service

Smartphone-Banken wie N26 haben in letzter Zeit Kritik geerntet. So berichtete etwa der «Spiegel», dass Kunden des deutschen Unternehmens Opfer von Phishing-Attacken wurden. Sie seien daraufhin vom Kundendienst hingehalten worden und der Schaden wurde nicht erstattet.

Auch in der Schweiz hatte N26-Konkuzrrent Revolut kürzlich mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Mehreren Kunden wurde Geld über die Bankkarte des Anbieters gestohlen. Das Unternehmen erstattete die Beträge jedoch, nachdem ein besonders extremer Fall, wobei ein Kunde um 30'000 Franken betrogen worden war, publik wurde.

20'000 Interessenten

Laut Georg Hauer, Schweiz-Manager bei N26, hat die Bank sichergestellt, dass ähnliche Vorfälle wie bei Revolut nicht passieren können: «Wir haben die Phishing-Angriffe in der Schweiz beobachtet und analysiert. Die Art und Weise, wie diese Angriffe durchgeführt worden sind, wären bei N26 nicht möglich gewesen.» Dies, weil Kunden ihr persönliches Smartphone mit dem Konto verknüpfen, sodass ein Betrüger auf das Gerät selbst Zugriff haben müsste, um Transaktionen auszulösen.

Beim Kundendienst gibt Hauer zu, dass N26 in dieser Hinsicht zu wünschen übrig gelassen hatte: «Vor sechs bis zehn Monaten gab es berechtigte Kritik am Kundenservice, da wir im Verhältnis zu unserem rasanten Wachstum nicht ausreichend schnell hoch qualifizierte Kundenservice-Mitarbeiter anstellen konnten.» Nun habe die Firma aber das Team von 200 auf über 700 Mitarbeiter aufgestockt und auch ein Rückrufservice stehe zur Verfügung.

Der Anbieter hat selbst keine physische Präsenz in der Schweiz. Wie bei anderen Firmen basieren die Dienste von N26 alle auf der App des Unternehmens. N26 hat eine Banklizenz in Deutschland. Laut der Smartphone-Bank gibt es in der Schweiz bereits 20'000 Interessenten für ihr Angebot.

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