Brandserie in Elgg: Jetzt gibts den ersten Verletzten

Aktualisiert

Brandserie in ElggJetzt gibts den ersten Verletzten

Seit Monaten wütet im Zürcher Oberländer Dorf Elgg vermutlich ein Brandstifter. Am Freitagabend brannte wieder ein Schopf nieder. Ein 53-jähriger Mann wurde verletzt.

In dieser Scheune ist das Feuer ausgebrochen.

In dieser Scheune ist das Feuer ausgebrochen.

Die Brandserie im Zürcher Oberländer Dorf Elgg hat erstmals einen Verletzten gefordert. Am Freitagabend brannte es in einem Schopf. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Ob wieder der Feuerteufel gezündelt hat, der seit Monaten die Gemeinde in Atem hält, ist noch unklar.

Ein vorbeifahrendes Ehepaar hatte die Flammen am Freitagabend entdeckt. Der Mann konnte sie mit dem Auto-Feuerlöscher bekämpfen, während die Frau die Feuerwehr alarmierte. Der 53-jährige wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Damit ist zum ersten Mal in der Brandserie ein Mensch zu Schaden gekommen.

Wenig Sachschaden

Noch wird abgeklärt, ob auch im jüngsten Fall der Feuerteufel am Werk war, der bereits zuvor zahlreiche Brände in und um Elgg gelegt hat. Äusserlich passt er gut: Wie in den meisten Fällen der Serie mit mittlerweile rund 20 Bränden war das angezündete Objekt vergleichsweise wenig wertvoll: Eine Holzbeige in einem Schopfanbau.

Der Sachschaden beläuft sich auf einige hundert Franken, wie die Kantonspolizei Zürich am Samstag mitteilte. Auch bisher hatte es der Brandstifter vor allem auf Scheiter- und Holzbeigen abgesehen.

Ein Raub der Flammen wurden aber auch eine Jagdhütte, ein Vereinslokal, ein Holzschnitzellager, eine Waldhütte und ein Stall. Der gesamte Sachschaden summiert sich auf über eine halbe Million Franken.

Reithallenbrand noch ungeklärt

Ob auch der Brand einer Reithalle am 18. November 2011 dem selben Täter zuzuordnen ist, konnten die Fachleute noch nicht klären, wie eine Polizeisprecherin am Samstag zur SDA sagte. Hier steht als Bandursache Fahrlässigkeit oder Brandstiftung im Vordergrund.

Nach dem Reithallen-Brand setzte die Polizei eine Belohnung von 10 000 Franken aus. Die schon zuvor zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung wurden danach aber nicht mehr. Neben vermehrten Patrouillen der Kantonspolizeien Zürich und Thurgau traf die Polizei auch andere Massnahmen, welche sie aus taktischen Gründen nicht bekannt gibt. Zudem wurde ein Profiler beigezogen.

(sda)

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