Phuket Reisetipps: Jetzt hast du die Insel ganz für dich
Versteckte Buchten und abgelegene Inseln lassen sich in Thailand am besten mit dem Boot erkunden.

Versteckte Buchten und abgelegene Inseln lassen sich in Thailand am besten mit dem Boot erkunden.

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TrauminselJetzt hast du Phuket ganz für dich

Wir haben Phuket besucht und berichten, wie es der thailändischen Insel während der Pandemie ergangen ist und weshalb sich im Moment eine Reise ganz besonders lohnt.

von
Laura Zygmunt

Türkis schimmerndes Wasser, eine exzellente Küche sowie die weltbekannte Gastfreundschaft machen Thailand zu einem der beliebtesten Ferienziele weltweit. Das sehen auch Reisende aus der Schweiz so. Vor der Pandemie besuchten jährlich über 200'000 Menschen das Land des Lächelns. Nur die USA kann eine noch höhere Zahl an Touristinnen und Touristen aus der Schweiz vorweisen.

Eine besonders beliebte Feriendestination ist Phuket. Die grösste Insel Thailands besticht durch 18 Traumstrände, einer immergrünen Vegetation sowie einer sehr guten Infrastruktur. Während vor 40 Jahren die Hälfte der Insel noch mit Reisfeldern bedeckt war, beherrscht in der heutigen Zeit der Tourismus das Leben vor Ort.

Der Aussichtspunkt Laem Promthep Cape bietet einen atemberaubenden Blick auf das Meer und die exotische Landschaft der Küste Phukets.

Der Aussichtspunkt Laem Promthep Cape bietet einen atemberaubenden Blick auf das Meer und die exotische Landschaft der Küste Phukets.

Laura Zygmunt

Phuket lebt vom Tourismus

Doch Thailand musste schon einige Krisen überstehen. Dazu gehören die Sars-Pandemie anfangs der 2000er-Jahre und der Tsunami im Jahr 2004, von welchem auch Phuket schwer betroffen war. Die Covid-19-Pandemie hat das Land und seine Feriendestinationen erneut vor besonders schwere Herausforderungen gestellt. In Phuket verdienen 80 Prozent der rund 500'000 Einwohnerinnen und Einwohner ihr Geld im Tourismusbereich. Dazu kommen nochmals so viele Gastarbeitende aus anderen thailändischen Provinzen, welche während der Pandemie alle zurückkehren und sich eine andere Arbeit suchen mussten. Auch Noi, die uns während unserer Pressereise begleitet hat, konnte ihrer Arbeit als Reiseführerin nicht mehr nachgehen. 

Noi freut sich auf die Rückkehr der Touristinnen und Touristen auf Phuket.

Noi freut sich auf die Rückkehr der Touristinnen und Touristen auf Phuket.

Laura Zygmunt

Um ihre Familie zu ernähren, haben Noi und ihr Mann, wie viele andere während der Pandemie, auf einer Kautschukplantage gearbeitet. In einer Woche verdienen Arbeitende auf der Plantage 2000 Thai Baht. Das entspricht umgerechnet ungefähr 55 Schweizer Franken. Zum Vergleich: Eine Wohnung in Phuket kostet zwischen 3000 und 5000 Thai Baht pro Monat.

Vom Kautschukbaum zum Gummihandschuh

Thailand gehört zu den fünf Hauptproduzenten des natürlichen Gummis. Der Alltag auf der Plantage ist knochenharte Arbeit, bei der die milchige Latexmasse aus den Bäumen gewonnen und anschliessend zu Gummimatten weiterverarbeitet wird. Da der Latex bei möglichst kühlen Temperaturen gesammelt werden muss, beginnt der Arbeitstag bereits um zwei Uhr morgens. Ausgerüstet mit einer Stirnlampe sowie Gummistiefeln zum Schutz gegen Schlangen gilt es, die Rinde der Bäume so einzuritzen, dass die Flüssigkeit austritt und in Schüsseln gesammelt werden kann. Für diesen Prozess ist trockenes Wetter nötig. Bei Regen kann nicht gearbeitet werden, da das Wasser die Qualität des Latex beeinträchtigt.

Nach dem Einschneiden der Rinde der Kautschukbäumen wird die Flüssigkeit gesammelt. 15 bis 20 Bäume ergeben ein Kilogramm Latex.

Nach dem Einschneiden der Rinde der Kautschukbäumen wird die Flüssigkeit gesammelt. 15 bis 20 Bäume ergeben ein Kilogramm Latex.

Laura Zygmunt

Die Latexmasse wird mit Chemikalien gemischt, anschliessend werden handgemachte Matten daraus gefertigt, welche unter anderem nach Indien und Europa verkauft werden. Aus dem Material entstehen verschiedene Produkte, wie beispielsweise Gummihandschuhe, ein besonders gefragtes Gut während der Pandemie. Obwohl heutzutage viel aus synthetischem Gummi aus Erdöl hergestellt wird, ist Naturkautschuk wieder besonders gefragt. Der Grund für diese Entwicklung sind die hohen Ölpreise und der steigende Nachhaltigkeitssinn.

Die Gummimatten aus Naturkautschuk werden zum Trocknen drei Wochen lang über Bambusstöcke aufgehängt, bevor sie verkauft werden.

Die Gummimatten aus Naturkautschuk werden zum Trocknen drei Wochen lang über Bambusstöcke aufgehängt, bevor sie verkauft werden.

Old Phuket Farm

Eine Trauminsel für dich alleine

Nebst der Arbeit in der Landwirtschaft war es in den vergangenen zwei Jahren ruhig auf der Insel. Die Traumdestination wurde hauptsächlich von inländischen Gästen besucht. Im Moment sind noch 80 Prozent der Hotels geschlossen, offen sind nur solche, welche über die Gesundheitszertifizierung «Sha Plus» verfügen.

Langsam kehren Reisende aus asiatischen und europäischen Ländern zurück und füllen Phuket wieder mit Leben. Das bestätigt auch Thanate Charoenchitpaisarn, Verkaufs-und Marketingverantwortlicher des Hotels Banyan Tree Phuket. Die Buchungszahlen des Luxus-Villen-Resort befinden sich zwar noch nicht auf dem Niveau wie vor der Pandemie, steigen aber kontinuierlich.

Da sich Phuket erst in der Öffnungsphase befindet, lohnt es sich umso mehr, der Insel einen Besuch abzustatten. Beliebte Ausflugsziele wie der Big Buddha oder Tempelanlagen wie Wat Chalong lassen sich jetzt ohne grossen Ansturm besichtigen und die Strände der Insel hat man fast für sich ganz alleine. Eine einmalige Gelegenheit, die Destination von einer anderen Seite kennenzulernen. Viele Hotels locken zudem mit attraktiven Angeboten, um Phuket als Feriendestination zu bewerben. Die Hauptsaison auf der Insel ist zwischen November und April, doch auch ausserhalb dieses Zeitraums lässt sich Phuket gut bereisen.

Die Tempelanlage Wat Chalong auf Phuket gibt einen Einblick in die Kultur und Religion Thailands.

Die Tempelanlage Wat Chalong auf Phuket gibt einen Einblick in die Kultur und Religion Thailands.

Pexels/Phakchira Sukcharearn

Einreise nach Thailand während der Pandemie

Vollständig geimpfte Reisende können ohne Quarantäne im Rahmen des sogenannten Sandbox-Programms unter folgenden Bedingungen nach Thailand einreisen:

– Negativer PCR-Test innerhalb 72 Stunden vor Einreise (entfällt ab 1. April).

– Krankenversicherung mit einer Deckung von mindestens 20'000 US-Dollar.

– Registrierung für den Thailand-Pass bis mindestens sieben Tage vor Abreise.

– PCR-Test bei Ankunft, anschliessend Abwarten des Ergebnis’ in einem zertifizierten Hotel.

– Antigen-Test am fünften Tag, Resultat muss über die Corona-App «MorChana» hochgeladen werden.

– Nach fünf Tagen dürfen sich die Reisenden frei im ganzen Land bewegen.

Ungeimpfte und teilweise geimpfte Touristinnen und Touristen müssen sich nach Einreise für fünf Tage in Quarantäne begeben.

Diese Pressereise wurde auf Einladung des Thailändischen Fremdenverkehrsamtes realisiert. Ab Zürich fliegt die Edelweiss direkt nach Phuket.

Hast du Lust bekommen nach Phuket zu reisen? Oder warst du sogar schon einmal auf der Insel?

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