Mörgeli-Affäre: Jetzt hat Riklin ein Strafverfahren am Hals
Aktualisiert

Mörgeli-AffäreJetzt hat Riklin ein Strafverfahren am Hals

In der Affäre um den von der Uni Zürich entlassenen Christoph Mörgeli ist nun eine Strafuntersuchung gegen die CVP-Nationalrätin Kathy Riklin eröffnet worden. Sie soll Interna ausgeplaudert haben.

von
jam
Christoph Mörgeli hat Kathy Riklin angezeigt - mit Erfolg.

Christoph Mörgeli hat Kathy Riklin angezeigt - mit Erfolg.

SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli hat mit seiner Anzeige gegen das «Waschweib» Erfolg: Die Berner Staatsanwaltschaft hat eine förmliche Strafuntersuchung gegen Mörgelis Ratskollegin von der CVP, Kathy Riklin, eingeleitet. Als «Waschweib» hatte Parteikollege Claudio Zanetti, Präsident der Geschäftsprüfungskommission des Zürcher Kantonsrats, Riklin in einer E-Mail bezeichnet. Riklin soll in der Wandelhalle Interna aus dem Universitätsrat zu den umstrittenen Dissertationen am Medizinhistorischen Institut verbreitet haben.

Der entlassene Titularprofessor Mörgeli hat Riklin deswegen im Oktober angezeigt. «Es geht dabei um den Verdacht der Amtsgeheimnisverletzung sowie der üblen Nachrede», sagte ein Sprecher der Berner Generalstaatsanwaltschaft in der «NZZ am Sonntag».

Riklin bestreitet die Vorwürfe. Wie die «NZZ am Sonntag» weiter schreibt, kann sich Riklin in der Strafuntersuchung nicht auf die parlamentarische Immunität berufen. Der Präsident der zuständigen nationalrätlichen Immunitätskommission, SVP-Nationalrat Heinz Brand, habe der Staatsanwaltschaft bereits grünes Licht erteilt, da Riklins mutmassliche Delikte in keinem Zusammenhang mit ihrem Nationalratsmandat stünden. Eine Ermächtigung zur Strafverfolgung durch die eidgenössischen Räte sei demnach nicht notwendig.

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