Kondolenz: «Jetzt ist er tot - gestorben ist er schon lange»
Aktualisiert

Kondolenz«Jetzt ist er tot - gestorben ist er schon lange»

Ob Fan oder nicht – die Mehrheit der Schweizer ist vom Tod Michael Jacksons tief betroffen, wie eine Strassenumfrage zeigt. Auch im virtuellen Kondolenzbuch herrschen Fassungslosigkeit und Trauer über das Ableben des «Gottes des Moonwalk».

von
Olaf Kunz

Etliche können es noch immer nicht fassen und wollen der Nachricht keinen rechten Glauben schenken: «Ich hoffe das Michael es nur vorgetäuscht hat, um wieder ins Rampenlicht zu kommen», versucht Stefan die Tatsachen zu ignorieren. Auch Mava fällt es schwer: «Als Fan der ersten Stunde, trifft mich diese Nachricht wie ein Stich ins Herz. Ich kann es weder glauben noch fassen.» Vor allem löste die Nachricht laut den Meinungsäusserungen aber vor allem grosse Betroffenheit aus. «Für mich eine Horrornachricht wie der Tod von Elvis», zieht Silvia Hartmann einen Vergleich.

Ein Tag im Rückwärtsgang

Noch tiefer sitzt der Schmerz bei David Müller: «Ich habe heute meinen grossen Bruder verloren und Teil meiner Seele ist mit dir gegangen.» Auch Backjump ist geschockt und will dem Popstar auf seine ganz eigene Weise die letzte Ehre erweisen: «Ich gehe heute als Solidaritätsgründen keinen Schritt vorwärts; der heutige Tag wird im Moonwalk in Angriff genommen.»

Auch Kritiker ziehen den Hut

Daran, dass trotz aller Affairen, Skandale und Gerüchte um die fünfzigjährige Pop-Ikone, ist seine Bedeutung für die Musikgeschichte von vielen unbestritten. «Michael war einer der ganz Grossen! Schön, hat die Welt ihm noch einmal bewiesen, dass er (trotz allem) immer noch der King of Pop war und ist - nichts könnte dies besser beweisen, als die ausverkauften Konzerte in London», ist Dany überzeugt. Auch die Kritiker ziehen ihren Hut. So wie R. Borer: «Obwohl ich mit seiner Person als Ganzes nicht viel anfangen konnte, so war er doch musikalisch und tänzerisch unbestritten einer der grössten aller Zeiten.» Trotz gemischter Gefühle für die Person Jackson ist Marc Gisler sich sicher: «Man kann über Ihn sagen und Denken was man will. Nur einige seiner Songs wird man auch noch in 100 Jahren kennen. Rest in Peace Michael.» Noch deutlicher wird Alain: «Auch wenn ich kein Fan bin werde ich Michael Jackson vermissen. Schliesslich bin ich mit seiner Musik aufgewachsen.»

«Ein Schatten seiner selbst»

Noch mehr als Trauer überwiegt bei vielen Mitleid für den unaufhaltsamen Absturz und die tragischen Schlussakkorde seines musikalischen Lebens. So schreibt Nanette Müller: « Früher war ich ein riesen Jacko-Fan. Kein Meter meiner Zimmerwand ohne sein Poster. Doch allmählich wurde mir klar, dass sein Prinzenleben nur eine Farce ist, der Mensch ein Schatten seiner selbst. Ab einem gewissen Zeitpunkt war da nur noch Mitleid.» Oder aber Keksi: «Er hat mir zu Lebzeiten so leid getan - was Menschen ihm angetan haben, was er sich selbst angetan hat... Armer Mann.»

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